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NEUIGKEITEN

Für Frohnau aktiv.

Aktualisiert: 6. Okt. 2025

Melden Sie sich gerne, wenn Sie Interesse an der Mitarbeit in aktuellen Projekten haben. (Vereinsmitgliedschaft nicht erforderlich)



Unterstützung des Bürgervereins durch Mitgliedschaft (30 Euro im Jahr) Link

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ACHTUNG VERANSTALTUNG MUSS WETTEBEDINGT LEIDER ABGESAGT WERDEN.


Angemeldete vom ausgefallenen Termin 4.10. bitte per Mail unter Vorstand@buergerverein-frohnau.de melden, wenn Anmeldung schon geschlossen sein sollte.



Mit dem Kauf eines großen Waldgeländes in der Stolper Heide und Bieselheide durch Fürst Donnersmarck im Jahr 1907 begann die aufwändige Konzeption einer Landhaus- und Villensiedlung nördlich des damaligen Berlins.

 

Im Mai 1910 wurde die neue Kolonie unter dem Namen „Gartenstadt Frohnau“ offiziell eröffnet und in den folgenden Jahren weiter ausgebaut. Die für die Entwicklung zuständige „Berliner Terrain-Centrale“ führte bis zum Ersten Weltkrieg mehrere Wettbewerbe durch, um Entwürfe für den Bebauungsplan, Straßen- und Platzsysteme sowie das Ortszentrum und den Bahnhof zu erhalten. Auf diese Weise sollte die neue Siedlung für die Bebauung vorbereitet und für potenzielle Bauwillige attraktiv ausgestaltet werden.

 

Die einzelnen Schritte dieser noch heute sichtbaren Entwicklung einer überregional bedeutsamen Vorortgründung werden in in der Reihe „Frohnauer Streifzüge“ von Carsten Benke, 1. Vorsitzender des Bürgervereins in der Gartenstadt Frohnau e.V.,  am 11. Oktober ERSATZTERMIN!! 2025 ab 10.30 Uhr vorgestellt.

 

Bitte Anmeldung bis 9. Oktober.

 

Treffpunkt Fischgrundbrücke (7 Minuten vom S-Bahnhof Frohnau über Burgfrauenstraße oder Kasinoweg). Ende auf dem Zeltinger Platz.


Dauer ca. 2 Stunden. Die Teilnahme ist kostenfrei. Über Spenden für die Vereinsarbeit freuen wir uns.

 

Stationen

 

1.   Wald und Bahn: Der Kauf der Stolper Heide durch Fürst Donnersmarck Ende 1907 - Blick auf Bahngraben – seit dem 4. Oktober 1925 elektrischer S-Bahnbetrieb! (Blick von der Fischgrundbrücke)

2.   Ideen und Konzepte: der Wettbewerb für den Grundplan mit Sieger Brix/Genzmer im März 1908 (Höhe Märchenspielplatz Welfenallee, wenn frei: an der Tafelrunde)

3.   Turm und Bahnhof: Der Wettbewerb für Kasino, Turm und Bahnhof im Frühjahr 1908 mit Sieger Hart/Lesser (Terrasse Ludolfingerplatz)

4.   Plätze und Brücke: bauliche Umsetzung der Planungen und die Platzgestaltungen von Ludwig Lesser und Bauten von Paul Poser (Terrasse Zeltinger Platz, wenn frei sonst vor der Terrasse)

5.   Parks und Teiche: Grünflächensystem und Regenwasserplanung, Verhandlungen mit den Behörden: Lesserpark, Poloplatz, endgültiger Bebauungsplan) (Teich Edelhofdamm)

6.   (optional) Steine und Bäume: Die Planung des Straßensystems (Ecke Zeltinger Straße Senheimer)

7.   Tor und Gymnasium: Die Planung für den Cecilienplatz: Otto Salvisberg und Heinrich Straumer 1911/1912 (Grünfläche Zeltinger Platz)


Bitte Anmeldung bis 9. Oktober.


 

 
 
 

Aktualisiert: 30. Juli 2025

Glückwunsch zum 100.!

Der Bürgerverein gratuliert sehr herzlich unserem Frohnauer Mitbürger Peter Neuhof zum 100. Geburtstag.

Peter Neuhof hat seit 1925 sein ganzes Leben in Frohnau verbracht. Er erlebte hier die ersten Schuljahre und mit 10 Jahren die Einsegnung der Glocken an der gerade fertiggestellten Evangelischen Kirche.

Als Sohn kommunistisch-jüdischer Widerstandskämpfer überstand er mit viel Glück und Geschick die dunkle Zeit des Nationalsozialismus, aber nicht ohne Tragik: Sein Vater Karl Neuhof wurde im Konzentrationslager Sachsenhausen 1943 ermordet und seine Mutter Gertrud Neuhof zunächst in Moabit inhaftiert und dann ins KZ Ravensbrück gebracht.

Als Journalist und West-Berlin-Korrespondent des DDR-Rundfunks war Peter Neuhof in der Zeit des Kalten Krieges ein außergewöhnlicher Grenzgänger.

Auf der Grundlage seiner und der Tagebücher seines Vaters entstanden mehrere Veröffentlichungen, darunter die Familienbiographie „Als die Braunen kamen“ mit persönlichen, aber auch historisch wertvollen Einblicken in das Geschehen in und um Frohnau zur Zeit des Nationalsozialismus. Das Buch wurde nun zum 100. Geburtstag von Peter Neuhof neu aufgelegt und ist auch in der Buchhandlung am Zeltinger Platz vorrätig bzw. erhältlich. Dem Jüdischen Museum und anderen Institutionen stand Neuhof viele Jahre als Zeitzeuge zur Verfügung.

Im vergangenen Januar hat er vor großem Publikum ein von der Evangelischen Kirchengemeinde und dem Bürgerverein organisiertes Zeitzeugengespräch bestritten, noch im Mai ist er für die Diskussion mit Schülern in das Hermsdorfer Georg-Herwegh-Gymnasium als Ort zurückgekehrt, von dem er 83 Jahre zuvor als „Halbjude“ verwiesen worden war.

Wir danken Peter Neuhof für ein Jahrhundert Treue zu Frohnau und wünschen ihm weiterhin alles Gute!

Peter Neuhof beim Zeitzeugengespräch am 25.01.2025
Peter Neuhof beim Zeitzeugengespräch am 25.01.2025



 
 
 
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