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Informationsveranstaltung zum Waldhotel am 28. August 2026 im Centre Bagatelle - Bericht und Bewertung

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Kurzbericht zur Informationsveranstaltung zum Waldhotel


(Stand 30.8.2026) Großes Interesse, intensive Diskussionen und viele Fragen: Bei einer Informationsveranstaltung am 28. August 2026 stellte die Unternehmensgruppe Home & Care ihre Pläne für das ehemalige Waldhotel in Frohnau vor. Im Mittelpunkt standen Fragen zur Betreuung, Sicherheit und Integration der möglichen zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner. Der Bürgerverein Frohnau begrüßt die Versachlichung des Dialogs.


Auf Anregung des Bürgervereins stellte die Unternehmensgruppe Home & Care ihre Pläne für das ehemalige Waldhotel im Centre Bagatelle vor. Aufgrund des großen Interesses fand die Veranstaltung in zwei Durchgängen statt. Neben Vertreterinnen und Vertretern des Betreibers nahmen auch Bezirksstadtrat Uwe Brockhausen und Bezirksstadträtin Korinna Stephan teil. Home & Care plant, das Gebäude als Unterkunft für wohnungslose Menschen mit ambulantem Pflegebedarf sowie für wohnungslose Familien mit Kindern zu nutzen. Vorgesehen sind insgesamt 54 Plätze. Die bestehende Gebäudestruktur soll weitgehend erhalten bleiben; größere Erweiterungen sind nicht geplant. Nach Angaben des Betreibers sollen dort weder Menschen mit besonderen Problemlagen oder Suchterkrankungen noch Personen aus der akuten Obdachlosigkeit oder Geflüchtete untergebracht werden.

In der Diskussion wurden vor allem Fragen zur Betreuung, Sicherheit, Integration und langfristigen Qualität der Einrichtung angesprochen. Viele Teilnehmende äußerten Zweifel, ob die vorgesehene personelle Ausstattung ausreichend sei. Kritisch hinterfragt wurden insbesondere die fehlende durchgehende Präsenz von Sozialarbeit, Hausmeisterdienst und Sicherheitskräften. Zudem wurde die Unterbringung von Familien mit Kindern sowie die langfristige Pflege der Außenanlagen intensiv diskutiert.


Positiv aufgenommen wurden die Zusagen des Betreibers, die bestehenden Bäume zu erhalten, mit Schulen und sozialen Einrichtungen zusammenzuarbeiten und ehrenamtliches Engagement aus der Nachbarschaft einzubinden, und auch nach Aufnahme des Betriebs regelmäßig die Frohnauerinnen und Frohnauer vor Ort zu informieren.


Der Bürgerverein begrüßt die Durchführung der Informationsveranstaltung als wichtigen Schritt zu mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung. Im Rahmen der Entscheidung über die Baugenehmigung ist eine sorgfältige planungs- und bauordnungsrechtliche Prüfung des Projekts notwendig. Dazu gehört auch ein verbindliches Betreiberkonzept, das Fragen der Belegung, Betreuung, Sicherheit und Integration klar regelt. Nur dann können Belange der Nachbarschaft und der möglichen zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner gleichermaßen gewahrt werden.


Aus Sicht des Bürgervereins sollten insbesondere die vorgesehenen Nutzergruppen verbindlich festgeschrieben, eine permanente Anwesenheit von Vertretern des Betreibers gesichert werden, die soziale Betreuung, Integration und soziale Teilhabe gestärkt und eine verlässliche Konfliktvorbeugung vor Ort sichergestellt werden. Auch die Förderung der in der Einrichtung lebenden Kinder sowie die dauerhafte Pflege der Außenanlagen müssen gewährleistet sein.


Frohnau hat eine sehr lange und positive Tradition sozialer Einrichtungen. Die Gartenstadt stellt sich ihrer sozialen Verantwortung. Das hohe Qualitätsniveau der bestehenden Einrichtungen sollte auch in Zukunft Maßstab sein. Sollte das Vorhaben genehmigt werden, muss es den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner ebenso gerecht werden wie den berechtigten Erwartungen der Nachbarschaft. Ziel sollte eine Einrichtung mit hoher Betreuungsqualität und guter Integration der neuen Bewohnerinnen und Bewohner in die Gartenstadt sein.



Ausführlicher Bericht des Bürgervereins Frohnau zur Informationsveranstaltung zum Waldhotel am 28. August 2026


(Stand 30.8.2026) Auf Anregung des Bürgervereins lud die potenzielle Betreiberin des Waldhotels, die Unternehmensgruppe Home & Care, am 28. August 2026 zu einer Informationsveranstaltung in das Centre Bagatelle ein. Aufgrund des großen Interesses wurde die Veranstaltung in zwei Durchgängen durchgeführt. Die Moderation übernahm eine Kommunikationspsychologin. Neben Vertretern von Home & Care nahmen auch der Bezirksstadtrat für Soziales und Gesundheit, Uwe Brockhausen, sowie die Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Korinna Stephan, an der Veranstaltung teil.

Nach einer Einführung durch Thomas Mertens, Prokurist von Home & Care, bestand Gelegenheit für Fragen und Diskussionen. Die Veranstaltung zeigte, dass es innerhalb der Frohnauer Bürgerschaft weiterhin unterschiedliche Auffassungen zum Vorhaben gibt. Während einige Teilnehmende die geplante Einrichtung grundsätzlich ablehnen und andere sie ausdrücklich begrüßen, konzentrierte sich ein Großteil der Diskussion auf konkrete Fragen der Betreuung, Sicherheit, Qualität und Integration der künftigen Bewohnerinnen und Bewohner. Trotz unterschiedlicher Positionen verlief die Veranstaltung überwiegend sachlich und konstruktiv.


Impuls von Home & Care


Thomas Mertens erläuterte die Planungen für das ehemalige Waldhotel. Nach seinen Angaben wurde das Grundstück bereits direkt vom privaten Voreigentümer erworben. Eigentümer und Betreiber sind unterschiedliche Teile des Firmenkomplexes, zu dem Home & Care gehört. Vorgesehen ist die Nutzung als Einrichtung für wohnungslose Menschen mit ambulantem Pflegebedarf sowie für wohnungslose Familien mit Kindern. Die Aufnahme von Menschen mit besonderen Problemlagen, Suchterkrankungen oder von Menschen, die in anderen Unterkünften gescheitert sind, sei nicht vorgesehen. Die Anlage ist von einer Notunterkunft für Obdachlose grundsätzlich zu unterscheiden. Nach Angaben von Home & Care ist eine Unterbringung von Geflüchteten nicht vorgesehen, da deren Unterbringung über andere Strukturen finanziert werde. Home & Care betreibt verschiedene Einrichtungen für Wohnungslose in Berlin, die jeweils bewusst auf unterschiedliche Schwerpunkte ausgerichtet werden.

Die Belegung erfolge ausschließlich durch Zuweisungen des Bezirksamtes Reinickendorf. Die Zugewiesenen kommen nicht aus der akuten Obdachlosigkeit. Wenn es nicht genug Anspruchsberechtigte in Reinickendorf gäbe, könnte mit Einverständnis des Bezirksamtes auch eine Zuweisung durch andere Bezirksämter erfolgen.

Im Erdgeschoss sollen vor allem wohnungslose Menschen mit ambulantem Pflegebedarf (bis Pflegegrad 3) untergebracht werden. Das Obergeschoss ist für Familien mit Kindern vorgesehen. Insgesamt sollen Plätze für 54 Personen entstehen. Die vorhandene Gebäudestruktur soll weitgehend erhalten bleiben. Anbauten, Container oder größere Erweiterungen sind nach Angaben des Betreibers nicht geplant. Ein wesentlicher Nutzungsvorteil des Gebäudes seien die vorhandenen Zimmer mit eigenen Sanitäranlagen.

Hinsichtlich der vorgesehenen Betreuung erläuterte Home & Care, dass tagsüber eigene Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter eingebunden werden sollen. Zusätzlich sollen externe Pflegedienste die Versorgung der pflegebedürftigen Bewohner übernehmen. Darüber hinaus sollen Kooperationen mit Ärzten aufgebaut und medizinische Leistungen in die Betreuung eingebunden werden. Ein Hausmeisterdienst ist nach den vorgestellten Planungen an Werktagen tagsüber vor Ort. Ergänzend sind Bestreifungen durch Sicherheitsdienste vorgesehen. Eine durchgehende Präsenz von Personal rund um die Uhr ist derzeit nicht Bestandteil des Konzepts. Für Notfälle soll ein internes Notrufsystem zur Verfügung stehen.

Home & Care erklärte ferner, dass keine öffentlichen Zuschüsse für die Schaffung oder den Betrieb der Einrichtung gezahlt würden. Die Finanzierung erfolge über Tagessätze des Sozialamtes für die vom Bezirk zugewiesenen Bewohnerinnen und Bewohner. Die Höhe der Tagessätze muss noch verhandelt werden. Das wirtschaftliche Risiko liege beim Betreiber. Bisher gibt es nur eine allgemeine Kooperationsvereinbarung mit dem Bezirk für bestehende Kooperationen.

Herr Mertens unterstrich, dass er daran interessiert sei, in einem guten Dialog mit der Nachbarschaft zu verbleiben. Er kündigte an, Sorgen und Anregungen aufzunehmen und ggf. auch nachzusteuern.


Wichtige Fragen der Nachbarschaft


Viele Fragen beschäftigten sich mit dem Betreuungskonzept. Zahlreiche Anwesende äußerten Zweifel, ob die vorgesehene personelle Ausstattung ausreiche, um sowohl den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner als auch den Erwartungen der Nachbarschaft gerecht zu werden. Insbesondere die vorgesehene nicht durchgehende Präsenz von Sozialdiensten, Hausmeisterdienst und Sicherheitskräften wurde kritisch hinterfragt.


Ebenfalls intensiv diskutiert wurde die Organisationsform des Betreibers als gewinnorientiertes Unternehmen. Mehrere Teilnehmende fragten nach den Auswirkungen auf Betreuungsqualität und langfristige Verlässlichkeit. Home & Care verwies auf die gesetzlichen Vorgaben, die Vereinbarungen mit dem Bezirksamt und eigene Qualitätsstandards.


Ein weiterer Schwerpunkt waren die Wohn- und Lebensbedingungen von Familien und Kindern. Kritisch angesprochen wurden die begrenzten Rückzugs- und Lernmöglichkeiten in den vorhandenen alten Hotelzimmern. Lehrkräfte aus dem Publikum wiesen auf die Notwendigkeit einer frühzeitigen Abstimmung mit den Schulen hin, um sich auf zusätzlichen Unterstützungsbedarf rechtzeitig vorbereiten zu können. Home & Care sagte entsprechende Gespräche zu. Es wird mit 4 bis 6 Kindern im Grundschulalter gerechnet.


Auch die Gestaltung der Außenanlagen war Gegenstand der Diskussion. Der Betreiber sagte zu, die vorhandenen Bäume zu erhalten und die Außenanlagen ansprechend herzurichten. Der Goldfischteich soll entfallen. Mehrfach wurde nachgefragt, wie die Pflege und Qualität der Anlage langfristig sichergestellt werden sollen. Dabei wurde auf negative Erfahrungen mit dem ehemaligen Hotel Haus Rheinsberg im Märkischen Viertel verwiesen. Herr Mertens führte aus, dass es im Außenbereich zwar Mängel gebe, diese jedoch auf noch nicht abgeschlossene Baumaßnahmen zurückzuführen seien.


Positiv aufgenommen wurde die Bereitschaft von Home & Care, ehrenamtliches Engagement aus der Nachbarschaft einzubinden. Bereits jetzt hätten Anwohnende Interesse bekundet, sich insbesondere bei der Unterstützung von Kindern und Familien einzubringen.

Hinsichtlich des Bauantrags wurde deutlich, dass noch einige eher technische Unterlagen fehlen. Die beauftragten Architekten des Investors würden eine Genehmigungsfähigkeit der „Anlage für soziale Zwecke“ im Allgemeinen Wohngebiet sehen. Der Investor hofft noch im Oktober auf eine Bescheidung des Antrags. Das Bezirksamt betonte, dass erst mit Vorliegen aller Unterlagen eine vollständige Prüfung aller bauplanungs- und bauordnungsrechtlichen Fragen erfolgen kann. Eine Zeitplanung konnte vom Bezirksamt nicht abgegeben werden.


Forderungen und Fazit des Bürgervereins


Der Bürgerverein begrüßt ausdrücklich die Durchführung der Informationsveranstaltung. Zwar ist eine umfassende Bürgerbeteiligung bei Genehmigungsverfahren sowie bei Straßenumbauten (anders als bei Bauleitplanverfahren) rechtlich nicht erforderlich. Bei größeren Projekten, die erhebliche Auswirkungen auf eine Nachbarschaft haben können, sollte jedoch eine frühzeitige und geordnete Information und Beteiligung etabliert werden. Das Bezirksamt sollte bei vergleichbaren Vorhaben deshalb künftig von sich aus frühzeitig informieren und die Anwohnerschaft einbeziehen. Beteiligung kann helfen, Projekte zu verbessern und Akzeptanz sowie Vertrauen zu schaffen.


Die Versachlichung der Diskussion ist wichtig, um sowohl berechtigte Anliegen der Nachbarschaft aufzugreifen als auch den Belangen der von Wohnungslosigkeit betroffenen Menschen gerecht zu werden und ein gutes Zusammenleben zu ermöglichen.

Unabhängig von der grundsätzlichen Bewertung des Vorhabens hält der Bürgerverein zunächst eine sorgfältige planungsrechtliche und bauordnungsrechtliche Prüfung für notwendig. Zwar deutet vieles auf eine grundsätzliche Genehmigungsfähigkeit der angedachten Nutzungsart („Anlage für soziale Zwecke“) nach § 4 BauNVO hin. Die Prüfung der Gebietsverträglichkeit nach § 15 BauNVO setzt, wie der Bürgerverein bereits in seiner ersten Stellungnahme vom Juli argumentiert hat, aber ein detailliertes Betreiberkonzept voraus, das bislang in den Bauunterlagen noch nicht erkennbar ist. Ein solches Betreiberkonzept sollte Fragen der Betreuung, Belegung, Sicherheit und Integration verbindlich regeln. In dieser Argumentation wird an jüngste Urteile angeknüpft, die Wohnungsloseneinrichtungen in Allgemeinen Wohngebieten für grundsätzlich genehmigungsfähig halten, dabei aber explizit auf Vorkehrungen in einem verbindlichen Betreiberkonzept verweisen.


Sollte das Vorhaben genehmigt werden, sollten aus Sicht des Bürgervereins folgende Maßgaben erteilt werden. Einige dieser Festlegungen werden vom Bürgerverein auch als zwingende Voraussetzung einer Genehmigungsfähigkeit gesehen, die dementsprechend auch als Auflagen Bestandteil einer möglichen Baugenehmigung werden sollten.


  • Das Betreuungskonzept sollte im Interesse der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Nachbarschaft weiterentwickelt werden: Anzustreben ist eine verlässliche Ansprechperson vor Ort an sieben Tagen in der Woche und rund um die Uhr, mindestens auf dem Niveau einer Hausmeisterstelle. Die soziale Betreuung ist durchgängig an allen Tagen zumindest tagsüber sicherzustellen. Dies wäre hinsichtlich Qualität und Anwesenheitsstunden konkret festzusetzen. Eine Evaluationsklausel ist vorzusehen, um zusammen mit dem Bezirksamt zu klären, ob Anpassungen der Präsenz (ob Verstärkung oder Verringerung) notwendig sind.

  • Der Betreuung und Förderung der in der Einrichtung lebenden Kinder muss besondere Aufmerksamkeit gelten. Frühzeitige Abstimmungen mit Schulen und unterstützenden Einrichtungen sind erforderlich. Durch die Gestaltung des Grundstücks und weitere Angebote sollten angemessene Freizeitmöglichkeiten und gesellschaftliche Teilhabe gesichert werden. Die Frohnauer Zivilgesellschaft sollte eingebunden werden.

  • Die vorgesehenen Nutzergruppen – wohnungslose Familien sowie wohnungslose Menschen mit Pflegebedarf ohne besondere Problemlagen – sollten verbindlich festgeschrieben werden. Auch bei zu geringen Zuweisungen seitens des Bezirksamtes Reinickendorf muss sichergestellt werden, dass andere Bezirksämter nicht abweichende Gruppen zuweisen können. Änderungen der Ausrichtung sollten die Zustimmung der Bauaufsichtsbehörde erfordern. Eine klare Fokussierung und Schwerpunktsetzung der Nutzergruppen liegt insbesondere im Interesse der untergebrachten wohnungslosen Familien.

  • Für den Einsatz von Sicherheitsdiensten sollte ein klarer Mechanismus vorgesehen werden, der bei Bedarf eine Verstärkung oder dauerhafte Präsenz umsetzt. Bewohnende wie Nachbarschaft müssen konkrete Ansprechpartner haben.

  • Die Aufstellung und Umsetzung einer Hausordnung sowie die Festlegung von Ruhezeiten sind sicherzustellen.

  • Es sollte geprüft werden, ob eine geringere Belegung als die vorgesehenen 54 Plätze (beispielsweise auf etwa 45 Plätze) mehr Rückzugsmöglichkeiten und eine höhere Aufenthaltsqualität schaffen könnte.

  • Die Außenanlagen müssen dauerhaft gepflegt und das Ortsbild Frohnaus auch im Hinblick auf die bestehende Erhaltungsverordnung gewahrt werden. Der Erhalt der vorhandenen Bäume ist sicherzustellen.

  • Die im Falle einer Genehmigung angekündigte regelmäßige gemeinsame Evaluation von Betreiber, Zivilgesellschaft und Bezirksamt wird begrüßt. Anpassungen müssen in beide Richtungen möglich sein: sowohl bei zunehmenden Problemen als auch bei erkennbar erfolgreicher Integration der Einrichtung und bewiesener Verlässlichkeit.


Frohnau verfügt über eine lange Tradition hochwertiger sozialer Einrichtungen gemeinnütziger und kirchlicher Träger. Frohnau hat vielfach Verantwortung übernommen und begrüßt neue Bewohnerinnen und Bewohner. Sie können eine Bereicherung der Gartenstadt sein. Die bestehenden gemeinnützigen und kirchlichen Einrichtungen der Fürst-Donnersmarck-Stiftung, von Stephanus, der Diakonie, der Caritas und von Synanon haben gezeigt, dass hohe Betreuungsqualität, gute Integration in das Umfeld und eine verantwortungsvolle Nachbarschaftsarbeit miteinander vereinbar sind. Die Einrichtungen und ihre Bewohnerinnen und Bewohner wurden zu wertvollen Bestandteilen der Gartenstadt. Dies sollte auch der Maßstab für das Waldhotel und seinen Betreiber sein.

Wenn das Projekt genehmigungsfähig ist und umgesetzt wird, sollte es höchsten Qualitätsansprüchen genügen. Der Betreiber muss zeigen, dass er eine Einrichtung schaffen und dauerhaft betreiben kann, die den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner ebenso gerecht wird wie den Erwartungen der Nachbarschaft. Die bisher von Home & Care gezeigte Bereitschaft zu solchen Vereinbarungen und zum Dialog mit der Nachbarschaft ist ausdrücklich zu begrüßen. Diese Zusagen müssen noch in ein verbindliches Betreuungskonzept als Bestandteil der Baugenehmigung münden, das deutlich über die bisher im Bauantrag angedachten Regelungen hinausgeht, um eine belastbare Grundlage für die Genehmigungsfähigkeit zu schaffen. Die Diskussion um das Waldhotel bietet die Chance, eine Einrichtung mit Vorbildcharakter zu schaffen – im Sinne sozialer Verantwortung und in der Tradition Frohnaus. Dies entspräche auch dem Gedanken, den Fürst Donnersmarck mit seiner Schenkung für eine Kur- und Heilanstalt im Norden Frohnaus im Jahr 1916 verband.

 
 
 

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Manfred Hoppe
vor 4 Stunden
Mit 4 von 5 Sternen bewertet.

Gute Zusammenfassung

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