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NEUIGKEITEN

Für Frohnau aktiv.

Der Bürgerverein setzt sich für die Benennung der namenlosen Grünfläche am Ludolfingerweg / Ecke Alemannenstraße in der Gartenstadt Frohnau nach der dort ehemals ansässigen Familie Rudolphson ein.


Die deutsch-jüdische Familie Rudolphson gehörte zu den frühen Siedlern der 1910 gegründeten Gartenstadt Frohnau. Dr. Gustav Rudolphson war einer der ersten Ärzte im Ortsteil und ließ 1911/12 am damaligen Franziskanerweg 45 (Ludolfingerweg 35) durch den Architekten Heinrich Straumer ein Landhaus errichten.


Im Ersten Weltkrieg diente er als Stabsarzt an der Westfront, wo er am 11. April 1916 starb. Er wurde auf dem Frohnauer Friedhof beigesetzt. Sein Name steht bis heute auf dem Gefallenendenkmal in der Wiltinger Straße.

Sein Sohn Ernst nahm ebenfalls als noch sehr junger Freiwilliger am Weltkrieg teil und wurde nach schwerer Verletzung mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Nach 1918 wurde er ein über Frohnau hinaus bekannter Tierarzt mit Praxis im Franziskanerweg und weiteren Praxisräumen am Kurfürstendamm 228. Zusammen mit seinem Bruder Wilhelm (einem Mediziner) engagierte er sich während der Weimarer Zeit im Frohnauer Vereinsleben. 1921 gehörten sie zu den Mitgründern des Frohnauer Tennis-Clubs. Beide flohen zwischen 1935 und 36 in britische Mandatsgebiet Palästina. Ihre Mutter Johanna Rudolphson wurde 1939 gezwungen das Haus im Zuge der Arisierung unter Wert zu verkaufen. 1943 wurde sie in das KZ Theresienstadt deportiert und 1944 im Vernichtungslager Auschwitz ermordet. Die Tochter Margarete (Kindergärtnerin, Sportlehrerin) floh 1939 nach London und nahm sich dort 1943 das Leben. Stolpersteine erinnern heute vor dem ehemaligen Haus an Mutter und Tochter.

Mit der Benennung der namenlosen Grünfläche an der Ecke Ludolfingerweg / Alemannenstraße als „Familie-Rudolphson-Platz“ sollte der Familie gedacht werden, die in der frühen Gartenstadt eine wichtige Rolle spielte und Opfer nationalsozialistischer Judenverfolgung wurde. Alternativ wäre „Familie-Rudolphson-Promenade“ möglich, was an die ursprüngliche Planung einer Grünfläche in Mittellage zwischen zwei Fahrbahnen erinnern würde. Die Maßnahme erfordert keine Änderung von Hausnummern, lediglich die Aufstellung einer Informationstafel (Vorbilder: Paul-Poser-Platz, Josef-Brix-Felix-Genzmer-Park). Der Bürgerverein in der Gartenstadt Frohnau e. V. ist bereit, die Umsetzung aktiv zu unterstützen. Aktuell wird Kontakt mit Angehörigen gesucht.


Die Benennung wäre ein wichtiges Zeichen für die Sichtbarmachung deutsch-jüdischer Geschichte im Ortsbild Frohnaus.


Die CDU-Fraktion in der BVV Reinickendorf hat die Anregung bereits aufgegriffen und einen Antrag eingereicht. Wir bitten auch die weiteren Fraktionen um Unterstützung.



Weitere Informationen zu Familie Rudolphson LINK


Die Pflege der Grünfläche wird seit 2025 durch eine Projektgruppe der AG Grün des Bürgervereins unterstützt. ag-gruen@buergerverein-frohnau.de

 

 
 
 

Die Wahlen zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) rücken näher.


Der Bürgerverein in der Gartenstadt Frohnau e.V. führt im Vorfeld der Wahlen im September seit dem Jahresbeginn Gespräche mit den Parteien zu vielen Fragen, die Frohnau und seine Entwicklung betreffen und bereitet Wahlprüfsteine vor, also einen Themenkatalog von Fragen an die Parteien als Entscheidungshilfe für die Frohnauer WählerInnen.


Die FDP-Fraktion in der BVV Reinickendorf hat für den kommenden Montag alle interessierten FrohnauerInnen zu einer Kiezwerkstatt eingeladen, bei der Dr. Carsten Benke, der 1. Vorsitzende des Bürgervereins Frohnau einen Impulsvortrag zu verschiedenen Themen der Frohnauer Ortsteilentwicklung halten wird.


Gerne weisen wir auf Bitten des Ausrichters auf diese Veranstaltung hin, die am Montag, den 23. März um 19:00 im Transformator, Fürstendamm 40, 13465 Berlin stattfindet.




 
 
 

Der Donnersmarckplatz hat endlich wieder seine Blutbuche.


Nachdem die mehr als hundert Jahre alte frühere Blutbuche zum großen Bedauern vieler FrohnauerInnen im April 2024 wegen einer Pilzerkrankung und mangels ausreichender Standsicherheit gefällt worden war, kann seit dem Mittwoch der neue Baum bestaunt werden.


Er ist mit seinen 10 bis 15 Jahren noch ein junger Baum, der mehrere Jahre gewässert und beobachtet werden muss. An der kleinen Einweihung des Baumes bei schönstem Frühlingswetter nahmen der Leiter des Straßen- und Grünflächenamts, Sascha Braun, mit mehreren MitarbeiterInnen, VertreterInnen des Bürgervereins sowie der frisch gewählte Bezirksstadtrat für Ordnung, Umwelt und Verkehr, Sebastian Pieper, teil, der mit sichtlicher Freude die Baummarkierung mit der Nummer A/63 vornahm.


Der Bürgerverein hatte sich sehr für die Nachpflanzung derselben Baumsorte eingesetzt, weil die Blätter der Blutbuche auch im Unterschied zu denen der Rotbuche mit ihrer satten dunkelroten Farbe herausstechen. Die ursprüngliche Blutbuche hatte seit der Gründung der Gartenstadt 1910 dieses Parkensemble geprägt.


Es ist zu hoffen, dass der Baum gut gedeiht und wieder ein Blickfang für den Donnersmarckplatz wird, der vor fast 100 Jahren, im November 1926 nach dem Fürsten benannt wurde.





 
 
 
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