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NEUIGKEITEN

Für Frohnau aktiv.


Zum ersten Mal trafen sich am Mittwoch, den 7. Januar 2026, Vertreterinnen und Vertreter der Elternschaft zum Thema Schulwegsicherheit. An dem Treffen nahmen neben dem Bürgerverein Frohnau auch Joachim Deutschmann sowie Vertreter der beiden Grundschulen René-Sintenis-Grundschule und Victor-Gollancz-Grundschule teil. Ziel des Abends war es, sich kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Ziele für das laufende Jahr sowie für die Zukunft zu formulieren, um sichere Schulwege nachhaltig zu gewährleisten.

 

Dass es vor Schulen verkehrstechnisch häufig turbulent zugeht – insbesondere durch sogenannte Elterntaxis –, ist allgemein bekannt. Umso erschütternder ist es, dass es in jüngster Zeit zu sehr gefährlichen Situationen für Schulkinder gekommen ist. Diese Vorfälle machen deutlich, dass sofortiger Handlungsbedarf besteht. Dabei geht es nicht nur um bauliche Maßnahmen, sondern vor allem auch um ein Umdenken bei den Eltern zu erwirken. Denn der "Teufelskreis Elterntaxi" beschreibt eine gefährliche Spirale: Aus Sorge um die Sicherheit der Kinder bringen Eltern sie mit dem Auto zur Schule, was jedoch durch Staus, gefährliches Parken (z.B. zweiter Reihe) und riskante Wendemanöver das Verkehrschaos und die Unfallgefahr rund um die Schule massiv erhöht und so die ursprüngliche Sorge der Eltern bestätigt.

 

Erfreulicherweise wurden im Spätsommer bereits wichtige, lange geforderte Maßnahmen vor der Victor-Gollancz-Grundschule durch den Bezirk umgesetzt. Dazu zählen die Einrichtung einer Elternhaltestelle, ein eingeschränktes Halteverbot sowie zusätzliche Gehwegsicherungen durch den Einbau von Fahrradbügeln im Straßenraum.

 

Im Verlauf des Abends verständigten sich die Teilnehmenden auf die Bildung eines gemeinsamen, starken Bündnisses für die Schulwegsicherheit in Frohnau. Künftig sollen sowohl weitere bauliche Verbesserungen angestoßen als auch Aktionswochen wie „Zu Fuß zur Schule“, regelmäßige Aktionstage und Informationsangebote durchgeführt werden. Der Austausch untereinander soll helfen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig bei der Umsetzung gemeinsamer Ziele zu unterstützen.

 

Allen Beteiligten ist bewusst, dass ein notwendiger Paradigmenwechsel nicht von heute auf morgen gelingt. Es braucht einen langen Atem und immer wieder ein „Wachrütteln“ der Elternschaft. Kindern darf und sollte mehr Selbstständigkeit zugetraut werden – denn viele Kinder möchten ihren Schulweg selbstständig bewältigen. Gerade in Frohnau sind die Voraussetzungen dafür in vielen Bereichen vergleichsweise gut.

 

Das Treffen markiert damit einen wichtigen ersten Schritt auf dem Weg zu mehr Sicherheit und Eigenständigkeit für die jüngsten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer.

 

 
 
 

Carsten Benke (vorläufiger Entwurf, Stand Januar 2026)

Frohnau verfügt neben seinen bekannten großen Plätzen (Ludolfingerplatz, Zeltinger Platz) und Parkanlagen (Rosenanger, Lesserpark) über eine Vielzahl kleiner Grünflächen. (Siehe Artikel von Ellen Walther im Newsletter) Diese Anlagen verdienen nicht nur hinsichtlich ihrer Pflege und Gestaltung, sondern auch im Hinblick auf ihre Geschichte und die Schicksale ihrer Anwohnerinnen und Anwohner mehr Aufmerksamkeit.


Grünfläche Ecke Ludolfingerweg / Alemannenstraße


An der Ecke Ludolfingerweg / Alemannenstraße befindet sich eine namenlose rechteckige Grünfläche. Seit den Anfangstagen der Gartenstadt wurde dieser Bereich von der Berliner Terrain-Centrale als Gartenanlage mit Rosenbeeten und Rasenflächen gestaltet und – mehr oder weniger intensiv – auch später vom Bezirksamt Reinickendorf gepflegt. Interessanterweise wurde der Bereich weder im Bebauungsplan von 1910 noch im aktuellen Plan von 2004 (XX-23q) als öffentliche Grünfläche ausgewiesen, sondern ist rechtlich Teil des Straßenlandes.


Gleichwohl existieren schon aus der Zeit um 1914 Bilder, die hier eine schön gestaltete Grünanlage zeigen. Ob die Ursprungsanlage vom Gartenarchitekten der B.T.C., Ludwig Lesser, gestaltet wurde, ist unbekannt, aber wahrscheinlich. Aktuell hat sich in Absprache mit dem Straßen- und Grünflächenamt eine Projektgruppe der AG Grün des Bürgervereins zusammengefunden, die die Grünflächenpflege ehrenamtlich unterstützt. (Kontakt: Ellen Walther)


Um 1914 wurde die Anlage von einem prachtvollen Ensemble von Landhäusern eingerahmt. Um die Bewohner und Architekten dieser Bauten soll es im Folgenden gehen.

Betrachtet man das Ensemble aus der Zeit um 1914, fällt auf, dass es insbesondere auf der Nordseite zu weiten Teilen zerstört ist. Frohnau hat keinesfalls so unbeschädigt die letzten 115 Jahre überstanden, wie es dem heutigen Betrachter erscheinen mag. Es gab sowohl im Zentrum der Gartenstadt als auch in den Wohnstraßen schmerzhafte Verluste durch den Krieg und insbesondere die Entwicklung der Nachkriegszeit (Abriss zahlreicher Landhäuser, des Welfenhofes von Paul Poser und des Direktorenwohnhauses von Heinrich Straumer).

Im Bereich um die Alemannenstraße sind wohl zwischen 1943 und 1945 einige Fliegerbomben niedergegangen. Die fehlende Bausubstanz (u.a. Nr. 40/42 und Nr. 36) ist aber wohl eher gezielten Abrissen geschuldet. Inzwischen wurde bereits ein späterer Nachfolgebau (Nr. 36) des ursprünglichen Landhauses wieder abgerissen und ein Neubau ist in Ausführung. Vom abgebildeten Ensemble existiert einzig der mittlere Bau mit der Nummer 38 noch. Zerstört wurden in diesem Bereich jedoch nicht nur Bauten, sondern auch Familienschicksale und Leben.



Nur das mittlere Haus ist erhalten. Links das Haus der Familie Herzfeld: heute findet sich hier ein Bauteil des Seniorenheims Haus Friedenshöhe. Rechts ist aktuell ein Neubau in Vorbereitung.



Familie Herzfeld


An der nordwestlichen Ecke der Grünfläche vor dem Grundstück Ludolfingerweg 40/42 befindet sich ein Stolperstein für Rudolf Herzfeld. Bei Recherchen stellte sich heraus, dass hier jedoch ein Fehler vorliegt.

Aktuell wird vor dem Gebäude Ludolfingerweg 40/42 (Franziskanerweg 19-21) Rudolf Herzfelds, geboren am 7. August 1895 in Horn (Kreis Lippe), ermordet am 25. November 1941 im litauischen Kaunas/Kowno, mit einem Stolperstein gedacht.

Im jüdischen Adressbuch für Groß-Berlin von 1931/32 werden drei Personen mit Namen „Rudolf Herzfeld“ erwähnt.

  • Herzfeld, Rudolf, W 59, Ansbacher Str. 26 (heute 44/46)

  • Herzfeld, Rudolf, Frohnau Franziskanerweg 19-21

  • Herzfeld, Dr. Rudolf, Reg.-Bmstr. W 15, Schlüterstraße 42

Der auf dem Stolperstein im Ludolfingerweg genannte „Herzfeld (geb. 1895)“ ist fraglos ein Opfer des Holocaust, dessen am richtigen Ort gedacht werden muss. Er kann nach dem Stand der Recherche jedoch nicht der am Ludolfingerweg ansässige Rudolf Herzfeld sein.


Mehrere schriftliche Quellen weisen darauf hin, dass am Franziskaner Weg ein Rudolf Herzfeld lebte, der am 22. September 1878 in Hannover geboren wurde und in Berlin als Kaufmann und Bankier arbeitete. Er hatte während der Weimarer Zeit ein Bankgeschäft in der Straße Unter den Linden 56. Nach 1933 wurde Herzfeld wegen angeblicher Devisenvergehen verfolgt und floh in die Schweiz. Später lebte er in Frankreich, wo er 1938 starb. Sein Grab auf dem Friedhof Montparnasse in Paris ist erhalten. Seine Frau Else (geb. Glückselig, Heirat 1909) folgte ihm um 1936 nach Frankreich. 1941 wurde ihr die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen. Nach der deutschen Besetzung wurde sie 1943 deportiert und in Auschwitz ermordet. Ihr Name wird auf einem Denkmal für Holocaustopfer in Frankreich genannt. Über weitere Familienangehörige ist bislang nichts bekannt.


Auch zur Geschichte des Hauses – das wohl zeitweise auch dem ebenfalls jüdischen Max Baer (mit Wohnsitz in Westend) gehörte – konnten noch nicht alle Informationen zusammengetragen werden. Auch dieser Name kommt mehrfach vor. Es gibt mindestens zwei Träger dieses Namens, die im Holocaust ermordet wurden. Der Max Baer mit Bezug zu Frohnau scheint überlebt zu haben. Er wird 1940 in US-Volkszählungsunterlagen als aus Berlin stammender Fotograf erwähnt und betrieb 1943 in „66 Fort Washington Avenue, New York“ im durch jüdische Emigranten geprägten Viertel „Washington Heights, Manhattan“ gemäß einer Anzeige in der deutschsprachigen Zeitung „Aufbau“ der jüdischen Emigranten ein Fotostudio für „künstlerische Portraits und Kinder-Aufnahmen“.  1948 stellte dieser Max Baer in Bezug auf den Ludolfingerweg 40/42 Wiedergutmachungsansprüche.


Ein korrigierter Stolperstein in Frohnau, der an das Schicksal von Rudolf und Else Herzfeld erinnert, wäre mehr als angemessen. Der Bürgerverein unterstützt die Finanzierung gerne über die Reinickendorfer Stolpersteininitiative.

 


 

Das Haus Rudolphson


Die Baureihe auf der Südseite der Grünanlage ist besser erhalten als die Bauten auf der Nordseite. Aus Anlass des Jubiläumsjahres der 150. Wiederkehr der Geburtstage der Baumeister Paul Poser und Heinrich Straumer rückt dabei vor allem das Haus Rudolphson in den Blickwinkel.



Die Geschichte der Familie wurde schon mehrfach beschrieben (Poser 2010, Granzin 2023), deshalb hier nur in Kurzform:


Der Arzt Dr. Gustav Rudolphson war einer der ersten Bewohner der Gartenstadt. Im Jahre 1911 kaufte er das Grundstück des heutigen Ludolfingerwegs 35 (damals Franziskaner Weg) und ließ vom Architekten Heinrich Straumer ein Landhaus errichten, das heute unter Denkmalschutz steht.


Hier betrieb Dr. Rudolphson auch seine Praxis, eine der ersten in Frohnau. Im Ersten Weltkrieg diente er als Stabsarzt an der Westfront. Am 11. April 1916 starb er an einer Blutvergiftung, die er sich bei seiner Arbeit im Lazarett von Douai zugezogen hatte. Interessanterweise wurde er – der Arzt im Offiziersrang - nicht vor Ort auf einem Soldatenfriedhof bestattet, sondern nach Frohnau überführt und hier in der noch heute existierenden Grabstätte auf dem Friedhof in der Hainbuchenstrasse beigesetzt.




Sein Name wurde auch auf dem Frohnauer Gefallenendenkmal (Architekt Paul Poser) vo

n 1922 in der Wiltinger Straße verewigt. Den Nationalsozialisten scheint später nicht aufgefallen zu sein, dass hier einem Gefallenen aus einer jüdischen Familie gedacht wurde, so dass die Beschriftung bis heute erhalten ist.

 

Sein Sohn Ernst war ebenfalls Kriegsteilnehmer (ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz). Er wurde nach 1918 ein bekannter Tierarzt mit Praxis im Franziskaner Weg und war in Frohnau während der Weimarer Zeit in Vereinen aktiv. Ihm gelang nach 1933 die Emigration ins britische Mandatsgebiet Palästina. Er starb in hohem Alter 1992 in Jerusalem. Sein Bruder Wilhelm konnte nach Chile emigrieren und gelangte später auch nach Israel, wo er um 1976 in Haifa starb. Es wird berichtet, dass noch lange Angehörige der Familie Rudolphson aus Israel das Frohnauer Grab von Gustav Rudolphson besuchten.


Die Schwester Margarete Rudolphson floh nach London, beging dort aber 1941 Selbstmord – leider kein seltenes Phänomen unter traumatisierten jüdischen Flüchtlingen. Die Frau von Gustav und Mutter von Ernst, Wilhelm und Margarete, Johanna Rudolphson, musste das Haus im Ludolfingerweg im Zuge der Arisierung für einen geringen Preis veräußern. Sie wurde 1943 nach Theresienstadt deportiert und 1944 in Auschwitz ermordet. Stolpersteine im Ludolfingerweg erinnern an Margarete und Johanna. Die im Landesarchiv Berlin liegenden Wiedergutmachungsakten für das Grundstück Ludolfingerweg wurden noch nicht gesichtet

Wäre es nicht denkbar, neben den Stolpersteinen auch die gesamte namenlose Grünfläche der Familie Rudolphson zu widmen?

 

Quellen zur Familie Rudolphson:

  • Klaus Pegler: Dr. Gustav Rudolphson, Kriegsopfer 1916, in: Peter Jochen Winters (Hg.), 100 Jahre Gartenstadt Frohnau. Ein Berliner Ortsteil eigener Art, Berlin 2010, S. 204-205.

  • Bernd Granzin: Dr. R. 2 Trouvalien zur Ortsgeschichte der Region Hermsdorf/Frohnau, Berlin 2023 (unveröffentlichtes Manuskript. Archiv Bürgerverein)


Quellen zur Familie Herzfeld:

  • Jüdisches Berliner Adressbuch für Gross-Berlin, Ausgabe 1931/32

  • Arrestbefehl, Pfändungsbeschluß und Vermögensbeschlagnahme  in: Reichs- und Staatsanzeiger Nr. 28 vom 2. Februar 1934, S. 2.

  • Hochzeitsurkunde Else und Rudolf Herzfeld 15. April 1909, Hochzeitsregister Deutschland

  • Datensätze in www.ancestryinstitution.de zur Familien Herzfeld und Glückselig

  • Landesarchiv Berlin (diverse Akten)

  • https://en.geneanet.org/cemetery/view/12890452 (Friedhof Paris)

  • Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 – 1945 Bundesarchiv: Herzfeld, Else, geb. Glückselig geboren am 15. Juni 1877 in Breslau/Schlesien

 
 
 

Projektgruppe von Bürgerverein und Grundbesitzer-Verein (Carsten Benke) 


  • 18. April 2026 10:30 Uhr Streifzug zu Bauten von Paul Poser und Heinrich Straumer im Westen Frohnaus (Anmeldung)

  • 9. Mai 2026 10:30 Uhr Streifzug zu bestehenden, verlorenen und geplanten Bauten von Heinrich Straumer und Paul Poser in der Ortsmitte Frohnaus. (Anmeldung) 


Die Bauten von Heinrich Straumer und Paul Poser prägen das Bild von Frohnau. Mehr als hundert Landhäuser, Villen, Einfamilienhäuser sowie Siedlungen, Geschäfts- und Funktionsbauten wurden in von den beiden Architekten in unserem Ortsteil entworfen. 

Sie waren DIE Baumeister der Gründerjahre der Gartenstadt. 

Im Jahr 2026 jähren sich die Geburtstage von Straumer und Poser zum 150. Mal. Ihr Werk soll aus diesem Anlass gewürdigt werden.  


Heinrich Straumer  

7. Dezember 1876 in Chemnitz bis 2. November 1937 in Berlin 


​Die Aktivitäten von Heinrich Straumer in Frohnau konzentrierten sich auf die Jahre zwischen 1908 und 1919. Besonders bekannt sind seine großen Landhäuser (z.B. Haus Janson gegenüber dem Konzer Platz, Landhaus Rudolphson und Landhaus Kleffner-Kreideweis am Ludolfingerweg) sowie die eindrucksvolle Baugruppe „An der Buche“, die Straumer im direkten Auftrag der Berliner Terrain-Centrale von Fürst Donnersmarck errichtete.  

Von der pittoresken Brückenanlage am Fürstendamm ist heute leider nur noch das Umspannwerk (Transformator) erhalten. Das große Direktorenwohnhaus der Terraingesellschaft am Edelhofdamm wurde zugunsten einer Wohnanlage abgerissen. 

Auch im Berliner Südwesten und in seiner Geburtsstadt Chemnitz hat der Baumeister zahlreiche Spuren hinterlassen. Berlinweit ist Straumer heute vor allem als Architekt des Funkturms (1926) in Erinnerung.  

 

 

Paul Poser  

1. Oktober 1876 in Zeulenroda bis 30. Dezember 1940 in Berlin-Frohnau  


​​​​Paul Poser schuf das älteste Wohnhaus in Frohnau (Landhaus Rumland an der Zeltinger Straße) und zahlreiche weitere Villen und Landhäuser während der Gründungsphase der Gartenstadt bis 1918. Auch die heutige katholische Kirche wurde von ihm – ursprünglich entworfen als Turnhalle – errichtet. Ebenso der leider abgerissene Wirtschaftshof des Kasinos an der Welfenallee.  

Für die Berliner Terraincentrale fungierte er in diesen frühen Jahren de facto als Chefarchitekt und begutachtete auch die Entwürfe anderer Architekten für private Bauherren.  

Im Gegensatz zu Straumer setzte sich das bauliche Engagement von Poser in Frohnau auch nach 1918/20 fort, häufig in Zusammenarbeit mit seinem Büropartner Hermann Bamm: In dieser Zeit entstanden u.a. die Villa Wutke am Ludolfingerplatz, die Villa Worch (heute Centre Bagatelle) an der Zeltinger Straße, das Geschäftshaus an der Ecke Ludolfingerplatz/Maximiliankorso, das Gefallenendenkmal an der Wiltinger Straße und die herausragende Siedlung an der Barbarossahöhe.  

Poser baute bis 1940 auch in anderen Ortsteilen von Reinickendorf (u.a. Tegel und Konradshöhe) sowie im nördlichen Umland: So in Glienicke (Rathaus, Friedhofskapelle), Birkenwerder (Post, Schule, Wasserwerkserweiterung, Platzgestaltungen). 


Konzept für das Jubiläumsjahr 


Leider wird beiden Architekten in ihrem Jubiläumsjahr in Berlin nicht angemessen gedacht. Lediglich eine sehr empfehlenswerte Ausstellung im Heimatmuseum Zehlendorf erinnert an die dortigen Bauten von Straumer. Besuchen Sie diese Präsentation des dortigen Heimatvereins noch bis zum 5. April 2026! (LINK) 


Mit einer Erwähnung von Straumer ist zudem im Rahmen des Gedenkens an das 100-jährige Jubiläum des Funkturms im September 2026 zu rechnen. Für Poser sind nach unseren Recherchen beim Bezirk und beim Landesdenkmalamt bislang keinerlei Veranstaltungen geplant. 


Umso mehr ein Grund für den Bürgerverein und den Grundbesitzer-Verein in bewährter Zusammenarbeit der beiden Architekten im Jahr 2026 zu gedenken. Auch der Verein Kulturhaus Centre Bagatelle e.V. wird die Feierlichkeiten unterstützen. Zur Vorbereitung wurde im Spätsommer 2025 eine vereinsübergreifende Arbeitsgruppe gebildet. Ein Konzept mit zahlreichen Veranstaltungen und Projekten wurde erarbeitet. 

Die Aktivitäten werden ab April/Mai 2026 starten und voraussichtlich bis November 2026 andauern. Ziel ist es, das Werk der beiden Architekten im Stadtraum für jeden erfahrbar zu machen. Gezeigt werden sollen die Kontinuität bzw. Vielgestaltigkeit ihrer Architektursprache, die Vielfalt ihrer Bauaufgaben, das Schicksal ihrer Bauten und ihre Lebensläufe in drei politischen Systemen. 


Einzelprojekte: 


  • Im Laufe des Jahres 2026 wird eine Artikelreihe zu den beiden Baumeistern im Newsletter des Bürgervereins und in der „Gartenstadt“ des Grundbesitzer-Vereins erscheinen: u.a. zu ihren Lebensläufen, zum Gesamtwerk und zu einzelnen Bauten in Frohnau und in anderen Orten. 

  • Ab April planen wir temporäre Info-Schilder vor bedeutenden Bauten der Architekten, die per QR-Code zu einer gemeinsamen Webseite mit weiteren Informationen leiten. Auf diese Weise werden die Bauten in der Gartenstadt für jeden erfahrbar.  

  • Mai bis Oktober ist eine Reihe von öffentlichen Führungen zu Bauten der Architekten in Frohnau geplant, die u.a.  von Christoph Plachy und Katrin Pollok geleitet werden. (Rundgang zu Wohnbauten im Westen, Rundgang zu Wohnbauten im Osten von Frohnau, Rundgang durch die Barbarossasiedlung)

  • Die Reihe beginnt am  18. April 10:30 Uhr mit einem Streifzug von Katrin Pollok zu Bauten der Baumeister im Westen Frohnaus (Anmeldelink) und am 9, Mai 2026 10:30 Uhr mit einem Streifzug von Carsten Benke zu bestehenden, verlorenen und geplanten Bauten von Heinrich Straumer und Paul Poser in der Ortsmitte Frohnaus. (Anmeldelink) 

  • Wilhelm Nolte wird voraussichtlich nach der Sommerpause Führungen durch das Centre Bagatelle (Villa Worch von Paul Poser) anbieten. 

  • Höhepunkt des Jubiläumsjahres wird am 19. September 2026 eine öffentliche Veranstaltung im Centre Bagatelle sein, die dankeswerterweise vom Verein Kulturhaus Centre Bagatelle e.V. unterstützt und mit organisiert wird. 

  • Zusätzlich erstellen wir Flyer und Informationsmaterialien.  

  • Bürgerverein und Grundbesitzer-Verein werden noch eine gemeinsame Webseite mit allen weiteren Informationen, Terminen und Anmeldemöglichkeiten vorbereiten. Über deren Start berichten wir in Kürze. 


Haben Sie noch weitere Ideen? Liegen Ihnen wichtige Informationen vor?  


Wohnen Sie einem Haus von Poser oder Straumer und würden sich gerne an der Aktion mit den Hinweisschildern beteiligen? Die Vereine sorgen für eine beschädigungsfreie Anbringung der A5-großen Schilder an Gartenzäunen und entsorgen die Schilder nach Ende der Aktion wieder. Alle Maßnahmen sind mit der bezirklichen Denkmalpflege abgesprochen. 14 Zusagen liegen bereits vor!


Dann melden Sie sich gerne bei einem der beiden Vereine (vorstand@buergerverein-frohnau.de  ​ oder office@gbv-frohnau.de 




 
 
 
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