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NEUIGKEITEN

Für Frohnau aktiv.

Aktualisiert: 30. Juli

Glückwunsch zum 100.!

Der Bürgerverein gratuliert sehr herzlich unserem Frohnauer Mitbürger Peter Neuhof zum 100. Geburtstag.

Peter Neuhof hat seit 1925 sein ganzes Leben in Frohnau verbracht. Er erlebte hier die ersten Schuljahre und mit 10 Jahren die Einsegnung der Glocken an der gerade fertiggestellten Evangelischen Kirche.

Als Sohn kommunistisch-jüdischer Widerstandskämpfer überstand er mit viel Glück und Geschick die dunkle Zeit des Nationalsozialismus, aber nicht ohne Tragik: Sein Vater Karl Neuhof wurde im Konzentrationslager Sachsenhausen 1943 ermordet und seine Mutter Gertrud Neuhof zunächst in Moabit inhaftiert und dann ins KZ Ravensbrück gebracht.

Als Journalist und West-Berlin-Korrespondent des DDR-Rundfunks war Peter Neuhof in der Zeit des Kalten Krieges ein außergewöhnlicher Grenzgänger.

Auf der Grundlage seiner und der Tagebücher seines Vaters entstanden mehrere Veröffentlichungen, darunter die Familienbiographie „Als die Braunen kamen“ mit persönlichen, aber auch historisch wertvollen Einblicken in das Geschehen in und um Frohnau zur Zeit des Nationalsozialismus. Das Buch wurde nun zum 100. Geburtstag von Peter Neuhof neu aufgelegt und ist auch in der Buchhandlung am Zeltinger Platz vorrätig bzw. erhältlich. Dem Jüdischen Museum und anderen Institutionen stand Neuhof viele Jahre als Zeitzeuge zur Verfügung.

Im vergangenen Januar hat er vor großem Publikum ein von der Evangelischen Kirchengemeinde und dem Bürgerverein organisiertes Zeitzeugengespräch bestritten, noch im Mai ist er für die Diskussion mit Schülern in das Hermsdorfer Georg-Herwegh-Gymnasium als Ort zurückgekehrt, von dem er 83 Jahre zuvor als „Halbjude“ verwiesen worden war.

Wir danken Peter Neuhof für ein Jahrhundert Treue zu Frohnau und wünschen ihm weiterhin alles Gute!

Peter Neuhof beim Zeitzeugengespräch am 25.01.2025
Peter Neuhof beim Zeitzeugengespräch am 25.01.2025



 
 
 

Tolles Sommerfest im Kulturhaus Centre Bagatelle mit vielen Workshops, Musik und Hausführungen. Die Frohnauer Vereine konnten Stände im Garten aufstellen, um ihre Aktivitäten zu präsentieren. Auch der Bürgerverein nutzte wieder diese Gelegenheit: Es kamen viele interessante Gespräche mit Frohnauerinnen und Frohnauern zustande.


Die neuen Projekte zum 150. Geburtstag von Paul Poser und Heinrich Straumer 2026 (mit dem Grundbesitzer-Verein ) und zum Erinnerungsort Zwangsarbeiterlager (mit dem Verein Stolper Feld ) wurden vorgestellt. Zu Kasinoturmführungen konnten sich Interessenten direkt am Stand einschreiben. Auch die Bezirksbürgermeisterin Demirbüken-Wegner kam vorbei und zeiget sich beeindruckt von der intensiven Zusammenarbeit der Frohnauer Vereine und sicherte Unterstützung beim Erhalt der verschiedenen Festivitäten in der Gartenstadt zu.

 
 
 

Das neue Format „Mitglieder -Stammtisch“ des Bürgervereins startete am 16. Juli erfolgreich im Restaurant „Il Camino“ in der Donnersmarckallee.

Ergänzend zum jährlichen Austausch bei den Mitgliederversammlungen und den Gesprächen im Rahmen der bestehenden AGs und Projekte soll damit die Möglichkeit zum zwanglosen Austausch zu Themen, die die Gartenstadt Frohnau betreffen, gegeben werden. Das hat sehr gut funktioniert!

Einige laufende Aktivitäten wurden durch den Vorstand vorgestellt. Insbesondere die Arbeiten der neuen AG Grün und des Projekts zur Schulwegesicherheit konnten vertieft diskutiert werden. Die Fortsetzung dieser Initiativen wurde nachdrücklich unterstützt. Ein wichtiges Anliegen der Anwesenden war die Nachpflanzung von gefällten Straßenbäumen. Schon lange vor dem jüngsten Sturm taten sich zahlreiche Lücken auf. Hier wollen wir uns gemeinsam verstärkt engagieren.

Diskutiert wurde auch über die große Bedeutung von Festen für die Frohnauerinnen und Frohnauer, insbesondere der Märkte von KUNSTHAND BERLIN entlang der Wiltinger Straße und des Osterfeuers der Feuerwehr. Behandelt wurden auch Probleme der unterschiedlich intensiven Straßenreinigung durch die BSR in den verschiedenen Straßenklassen der Gartenstadt.

Präsentiert wurden abschließend die neuen Projekte zur Vorbereitung der 150. Geburtstage der Architekten Paul Poser und Heinrich Straumer im Jahr 2026 (Projekt zusammen mit dem Grundbesitzer-Verein der Gartenstadt Bln.-Frohnau e.V.) sowie zur Schaffung eines Erinnerungsortes für das Zwangsarbeiterlager am Rande Frohnaus (Projekt zusammen mit Vielfalt für das Stolper Feld).

Wer Interesse an der Mitarbeit hat, ist herzlich eingeladen.

Alle Beteiligten wollten das Format fortsetzen. Möglichst nicht erst im November, sondern bereits im September.

Am 20.7. ist Bürgerverein auf dem Sommerfest des Kulturhaus Centre Bagatelle mit einem Stand vertreten.

 
 
 
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