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NEUIGKEITEN

Für Frohnau aktiv.

Katrin Pollok (Stadtführungen berlinsehenswert)

Artikelreihe 150. Geburtstage von Poser und Straumer

Erstveröffentlichung in "Die Gartenstadt" 3/2024


Der Baumeister Heinrich Straumer (1876 – 1937) war bis zur NS-Zeit einer der gefragtesten Berliner Architekten. Neben schmucken Wohnhäusern im Landhausstil zählen auch besondere öffentliche Bauten zu seinem Gesamtwerk. Zum Beispiel das Empfangsgebäude für den U-Bahnhof Thielplatz (heute Freie Universität), das Savoy Hotel in Charlottenburg, der Campus für die Landwirtschaftliche Hochschule auf dem Gelände der Domäne Dahlem, die Tribüne der Trabrennbahn Karlshorst und der Berliner Funkturm, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiert.


 

Und trotzdem wird anderenorts behauptet, dass Heinrich Straumer in Vergessenheit geraten ist. Jedoch nicht in Frohnau, denn im Nordwesten Berlins ist der Baumeister hinlänglich bekannt. Die nach seinen Entwürfen erbauten Wohnhäuser im englischen Landhausstil sind prägend für den Charakter unseres Ortes.


Das Haus Janson ist eines der markantesten Straumer-Häuser und befindet sich in der Zeltinger Straße Ecke Zerndorfer Weg. Es gehört zu den ersten Landhäusern die in Frohnau gebaut wurden.  In den Jahren 1909 – 1910 errichtete Heinrich Straumer in Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Hans Hermann das Wohn- und Wirtschaftsgebäude für den Steinsetzmeister Franz Janson. Mit seiner breitgelagerten Fassade präsentiert es sich vis-a-vis vom Konzer Platz, der einstmals ein schön angelegter Schmuckplatz war. Das L-förmige Gebäude mit seinen zwei Etagen besitzt ein Walmdach, dass einseitig weit nach unten reicht. In besonderem Kontrast steht die farbenfroh geputzte Hausfassade mit den kleinteiligen weißen Sprossenfenstern, die bündig mit der Hauswand abschließen. Auch ohne Fassadenschmuck entfaltet das Hauses eine große Wirkung und wird durch das Bogenfenster links vom Eingang und dem ebenerdigen Anbau, einer Auslucht, an der rechten Seite belebt. 


Der Eingangsbereich ist nachträglich in den dreißiger Jahren eingebaut worden. Ursprünglich befand sich der Zugang zum Wohnhaus vom hinteren Gartenbereich. Denn von der Straße aus führte im Vorgartenbereich eine Zufahrt zur großen Kutschdurchfahrt in den hinteren Teil des Anwesens. Dort befand sich der Wirtschaftshof, ein wichtiger Bereich für den Handwerksmeister Janson. Hier hatte er ausreichend Platz zur Lagerung seiner Baumaterialien und Werkzeuge. Die Remise und die Ställe wurden zur Unterbringung der Fuhrwerke und Pferde benötigt. An Aufträgen mangelte es dem Steinsetzmeister sicher nicht, denn Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es in Berlin üblich Bürgersteige und Straßen zu pflastern. Und trotzdem kam Franz Janson in wirtschaftliche Schwierigkeiten und damit in finanzielle Schieflage. Ein Verkauf des Hauses und des Grundstücks konnte zunächst abgewendet werden und verblieb zumindest einige Jahre in Familienbesitz.


Typisch für die Landhausarchitektur von Heinrich Straumer ist die enge Verbundenheit von Haus und Garten. Das erzielte der Baumeister auch dadurch, dass das Erdgeschoss ohne Sockel errichtet wurde und die Auslucht in den Gartenbereich hineinragt. Es war Straumer stets wichtig, auch die Gartenplanung in fähige Hände zu geben. Und so erfolgte auch bei diesem Bau eine Zusammenarbeit mit dem Gartendirektor Ludwig Lesser, der neben der Planung der öffentlichen Grünflächen für die Berliner Terrain-Centrale auch freischaffend für private Bauherren aktiv war. Der Gartenarchitekt plante im hinteren Bereich des Hauses einen Nutzgarten. Der Vorgarten mit dem Zufahrtsweg wurde als Landhausgarten mit Blumenrabatten, großen Rasenflächen, Laubengängen und Hecken angelegt. Zur Zierde dienten ein Wasserbecken und eine aufgestellte Skulptur.


Heute wird das ehemalige Einfamilienhaus und das große Grundstück als Mehrfamilienhaus genutzt, wobei die Remise abgetrennt und zu Wohnzwecken umgebaut wurde.

Die aus Stein gefertigte große Windrose vor dem Hauseingang erinnert noch heute an Franz Janson.


 
 
 

Eine architektonische Spurensuche in der Markgrafenstraße 89

 

Von Dr. Michael Jansen, Grundbesitzer-Verein

(Erstmals veröffentlicht in "Die Gartenstadt")

 

Die Hausnummer Markgrafenstraße 89 Ecke Minheimer Straße markiert ein besonderes Zeugnis der frühen Ortsgeschichte Frohnaus. Das Ensemble aus markantem Eckhaus und langgestrecktem Seitenflügel wirkt auf den ersten Blick wie ein großbürgerliches Landhaus. Die Denkmaldatenbank offenbart jedoch eine andere Historie: Es handelt sich um die ehemalige „Glaserei Prippenow“, eine der wenigen frühen Gewerbeanlagen der Gartenstadt. Die Geschichte des Ensembles veranschaulicht eindrucksvoll, wie die Planer funktionale Anforderungen mit hohen architektur-ästhetischen Ansprüchen in Einklang brachten.

 


Gebäude „Glaserei Prippenow“, Frohnau, Markgrafenstr. 89/Minheimer Straße heute (© MJ 2025)

 

Die Herausforderung: Gewerbe im Gartenstadt-Idyll

Als der Architekt Paul Poser (1876-1940), der eng mit der Berliner Terrain-Centrale verbunden war, den Auftrag erhielt, einen Handwerksbetrieb in der Landhauskolonie zu errichten, stand er vor einer gestalterischen Herausforderung. Eigentlich galten gewerbliche Bauten im ursprünglichen Konzept der Gartenstadt mit Landhauscharakter als Fremdkörper. Ihre Errichtung war daher rechtlich stark eingeschränkt. Wegen der erwarteten Bautätigkeit und des hohen lokalen Bedarfs an Glaserarbeiten während der Aufbauphase machte man für die Glaserei vermutlich jedoch eine Ausnahme.

 

Ein interessanter Aspekt ist das schwere Pflaster der Minheimer Straße, das ansonsten in Frohnau nur selten vorkommt. Am Knick der Straße von der Wiltinger Straße her gesehen befand sich damals der Zugang zu einem Anschlussgleis des Frohnauer Bahnhofs für den Gütertransport. Dieses Gleis war besonders in der Aufbauphase der Gartenstadt aktiv, um Baumaterialien wie Steine, Kies und Ziegel für die ersten Häuser und Villen herbeizuschaffen. Von dort aus verteilten Pferdefuhrwerke und frühe Lastkraftwagen die Fracht auf die Baustellen. Die massive Pflasterung war auf dem sandigen Untergrund unerlässlich, damit die schweren Lasten die Wege nicht unpassierbar machten. Die Plätze sollten zudem von dem Schwerlastverkehr freigehalten werden.

 

Architektur: Schönheit in Einfachheit

Bauherr der Gebäude war der Glasermeister Johannes Prippenow, der das Ensemble kurz nach Gründung der Gartenstadt zwischen 1912 und 1913 errichten ließ. Die Zeitschrift Berliner Architekturwelt bildete bereits 1919 die Hofansicht mit der Angabe „Landhaus und Werkstatt Prippenow in Frohnau, Markgrafenstrasse“ ab.

 

3 Foto: Hofansicht der Glaserei Prippenow um 1919 (Seite 35)

 

Poser wählte für den Entwurf bewusst die Anmutung eines ländlichen Gutshofes. Er folgte damit dem für ihn typischen sog. Heimatstil, einem traditionellen, heimatgebundenen ländlichen Bürgerhausstil - eine Reformarchitektur vor der Moderne, die Schönheit in der Einfachheit, solidem Handwerk und regionaler Verwurzelung suchte. Durch diese Formensprache integrierte er das Wohnhaus des Glasers und die Betriebsräume des Gewerbes harmonisch in die Umgebung.

 

Klare Geometrie: Das Haupthaus bildet einen kubischen Baukörper mit ausladendem Walmdach und spitzgiebligen Dacherkern.

Traditionelle Proportionen: Die sachliche Putzfassade ist schmucklos gehalten. Sie wird durch geschossweise gleichförmig verteilte Fenster mit kleinteiligen Sprossenfenstern und hölzernen Klappläden geordnet.

Integration: Die Werkstätte plante Poser nichts als Industriehalle, sondern als flachen Anbau, der den Charakter eines geschlossenen Hofes wahrt

Heimatstil: Mit dem Walmdach und der Verwendung traditioneller Materialien von Putz, Holz und Ziegel bettet Poser das Gebäude in die Waldlandschaft ein. Der Entwurf folgte dem Leitgedanken, dass sich auch ein Zweckbau als „ländlicher Gutshof“ harmonisch in das Gartenstadt-Idyll einfügen muss.

 

Ein durchdachtes Miteinander von Leben und Arbeiten

Die ursprünglichen Grundrisse zeigen ein kluges Ineinandergreifen von Privatsphäre und Betrieb. Während das Haupthaus auf zwei Ebenen großzügigen Wohnraum mit jeweils vier Zimmern, Kammer und Küche bot, beherbergte der Seitenflügel entlang der Markgrafenstraße die Werkstatt. Im Hofbereich befanden sich in einer zweigeschossigen Remise Stallungen für Pferde und Platz für das Fuhrwerk  („Pferd“, „Dungraum“, „Wagen“) - eine logistische Notwendigkeit für den damaligen Glasereibetrieb. Ein „privates Kontor“ diente als direkte Verbindung zwischen dem Lebens- und Arbeitsbereich.

 


4 Foto: Grundrisse Glaserei Prippenow, Zeitschrift Berliner Architekturwelt 21 (1919),Seite 36

 

Die Versorgung der Gartenstadt in der Aufbauphase

Die Glaserei Prippenow ist zur Zeit ihrer Entstehung 1912/1913 neben der Bäckerei, Conditorei und Café Richard Voley am Bahnhofsplatz (heute Ludolfingerplatz), der Molkerei Qualitz in Kasinoweg 7, dem Bau- und Lastfuhrgeschäft Gustav Theiler in der Markgrafenstraße, der Automobil- und Fahrrad-Reparaturwerkstatt wie auch Installateur, Klempner und Schlosser Paul Stein in der Markgrafenstraße, der Gärtnerei und Baumschule der Berliner Terrain-Centrale Am Kaiserpark (heute Am Edelhofdamm) sowie der Gärtnerei und Baumschule Kretschmann in der Veltheimpromenade (heute Zeltinger Straße) eine der wenigen Gewerbe- und Handwerksbetriebe, die sich bereits in der jungen Gartenstadt vor Ort angesiedelt hatten (1911-1986, 75 Jahre Geschichte des Grundbesitzer-Vereins der Gartenstadt Berlin-Frohnau e.V., Seite 79-86). Die Versorgung im Übrigen erfolgte über die umliegenden Dörfer wie Stolpe oder Hermsdorf oder über regelmäßige Transporte per Bahn, Fuhrwerk oder Auto aus der Stadt Berlin.

 

Architektonische Anpassung und Umnutzung

Bereits Anfang der 1920er Jahre veränderte sich Werkstattflügel wesentlich. Die Architekten Haase & Jahnke, Hoch- und Tiefbau Frohnau bauten das Gebäude zu Wohnzwecken um. Um den Charakter des Zweckbaus aufzulösen, passten sie die Fassade an.

 

Der sichtbare Zustand des Seitenflügels (heute Haus Nr. 89) zeigt das Ergebnis dieser Umgestaltung. Besonders markant ist für die 1920er Jahre typische, polygonale Gaube eingefügt, die dem Dach eine wohnliche Struktur verleiht und für Licht sorgt. Das sichtbare vertikale Holzwerk an der Fassade bricht die optische Länge der ehemaligen Werkstattwand auf und bindet den Baukörper stilistisch an das Haupthaus an. Große, geteilte Wohnfenster sind nun eingebunden, die sich optisch am historischen Vorbild der Sprossen ausrichten und die neue Wohnfunktion unterstreichen.

 

Posers ursprünglicher Entwurf war ein Meisterwerk der Integration von Funktion und Ästhetik. Haase & Jahnke nutzten diese Ästhetik geschickt, um den funktionalen Wandel des ehemaligen Werkstattflügels in einen Wohnbereich architektonisch zu bewältigen.

 

Das Bauensemble heute

Ein Vergleich der historischen Pläne und Fotos mit dem heutigen Zustand zeigt den hohen Grad der Erhaltung. Das Haupthaus präsentiert sich an der Straßenseite weitgehend im früheren Originalzustand. Bisherige Sanierungen haben die charakteristischen Merkmale des Bauensembles bewahrt. Der ehemalige Werkstattflügel hingegen dokumentiert bauhistorisch den Wandel. Er lässt durch seine Proportionen noch die ursprüngliche gewerbliche Nutzung erahnen. Heute ist er vollständig in den Wohnbereich des Ensembles integriert. Die Glaserei Prippenow bleibt ein wichtiges Beispiel dafür, wie in der Gründungsphase Frohnaus Gewerbe nicht „versteckt“, sondern architektonisch anspruchsvoll in die Gartenstadt integriert wurde. Das Bauensemble Markgrafenstraße 89/89A steht heute unter Denkmalschutz (OBJ-Dok-Nr. 09012144).

 

Spurensuche: Glaskunst für Frohnauer Villen

Obwohl viele Spuren der Glaserei heute verschwunden sind, bewahrt das Centre Bagetelle, die ehemalige Villa Worch, ein wichtiges Zeugnis von Prippenows Können. Die Villa Worch wurde 1925 für Herbert Worch, den Generaldirektor der Versicherungsgesellschaft “Deutscher Herold” gebaut und zählt zu den bedeutendsten Werken des Architekten Paul Poser. Besonders hervorzuheben sind die bleiverglasten Fenster in der Vorderfront und die Scheiben in den Schwingtüren zum repräsentativen "Salon“ der Villa. Sie spiegeln den bürgerlichen Repräsentationsstil der 1920er Jahre wider. Es handelt sich um klassische Bleiverglasungen, die oft florale Motive oder geometrische Muster des Art Déco aufgreifen, passend zum Entwurf des Architekten Paul Poser. Wer genau hinsieht, entdeckt im Obergeschoß am mittleren Fenster der Vorderfront unten rechts die Signatur „Joh.Prippenow Glasermstr. Frohnau“.

 



Fenster der Vorderfront des Centre Bagatelle mit Signatur Johann Prippenows (© Michael Jansen 2026)

 

Die Glaserei Prippenow

In den Berliner Adressbüchern der Digitalen Landesbibliothek Berlin lässt sich die Geschichte der Glaserei Prippenow bis zum Zweiten Weltkriegs gut nachvollziehen. Seit 1912/1913 befand sich Wohnung und Werkstätte in der Markgrafenstr. 89. Nach dem Umbau der Glaserei scheint der Geschäftsbetrieb verlegt worden zu sein. 1924 lautet die Eintragung „Prippenow, Johannes, Glasermstr., Frohnau, Maximilianskorso, Prippenow`sches Haus T. Tgl. 3373 E. „[=Eigentümer]. Hier hatte Johannes Prippenow zusammen mit dem Raumausstatter Georg Tänzer die Häuser Maximilianskorso 4 und 5 gebaut (Vorder- und Hinterhaus). Die Eintragungen 1936 lauten: „4 E. Prippenow, J., Glasermstr., T.“ und „Prippenow, J., Inh. W. Prippenow, Kunst- u. Bauglaserei“ und  Prippenow, W. Glasermstr., T.“ Anscheinend hatte sich Inhaberschaft, Ausrichtung und Umfang des Geschäfts vergrößert. Während viele Betriebe in der Nachkriegszeit schließen mussten oder in den Osten abwanderten, blieb die Glaserei Prippenow im Maximiliankorso 4 bis weit in die Zeit der Nachkriegsgeschichte der Gartenstadt aktiv. 

 

Ein eindruckvolles Baudenkmal

Paul Poser war ein vielseitiger Architekt. Er hinterließ mehr als 200 Bauten vor allem im Norden Reinickendorfs sowie im heutigen Landkreis Oberhavel. Die meisten Werke entstanden zwischen 1908 und 1939. Poser baute neben Landhäusern, Villen, kleinen Einfamilien- und Reihenhäuser, Mietshäuser und Siedlungen auch Verwaltungs- und gewerbliche Gebäude, kirchliche Gebäude, Denkmäler und Platzanlagen.

 

Das Ensemble der Glaserei Prippenow sticht dabei als wichtiges Werk gewerblicher Baukunst hervor. Es steht für die hohe Qualität der Frohnauer Planungsgeschichte: Selbst ein alltäglicher Handwerksbetrieb wurde nicht „versteckt“, sondern durch Posers stilistische Sicherheit zu einem architektonischen Blickfang aufgewertet. Den heute ausschließlich für Wohnzwecke genutzten Bauten sieht man ihre ehemalige gewerbliche Nutzung kaum noch an.

 

Das Bauensemble der ehemaligen Glaserei Prippenow steht heute aus künstlerischer, geschichtlicher und städtebildprägender Sicht völlig zu Recht unter Denkmalschutz.

 

 
 
 

Der Platz an der Ecke Welfenallee / Olwenstraße / Alemannenstraße war fast 100 Jahre namenlos. Im Bebauungsplan von 1910 wurde er lediglich intern als „C1“ bezeichnet. (Alle Plätze im Westteil der Gartenstadt wurden mit Buchstaben und einer hochgestellten „1“ bezeichnet – so der heutige Ludolfingerplatz als „B1“ und der Donnersmarckplatz als „D1“. Die Plätze im Ostteil Frohnaus trugen hingegen nur einfache Buchstaben.)

Erst 2009 wurde der Platz nach dem Architekten Paul Poser benannt. Auf der Grünfläche wurde unter Beteiligung der Bezirkspolitik eine Hinweistafel mit Informationen zum Baumeister aufgestellt.



Poser kann zusammen mit Heinrich Straumer als einer der prägendsten Baumeister der frühen Gartenstadt Frohnau gelten. Im Jahr 2026 jähren sich die Geburtstage beider Architekten zum 150. Mal.

Der Bürgerverein in der Gartenstadt Frohnau und der Grundbesitzer-Verein der Gartenstadt Berlin-Frohnau gedenken der beiden für Frohnau und ganz Reinickendorf so wichtigen Architekten mit zahlreichen Veranstaltungen (gemeinsam mit dem gleichaltrigen Heinrich Straumer).


 

Der heutige Paul-Poser-Platz bot sich für eine Benennung nach dem Baumeister an, da sich westlich des Platzes der Eingang zur großen Siedlungsanlage „Barbarossahöhe“ befindet, die der Architekt bis 1927 im Auftrag des Vaterländischen Bauvereins entwarf.

Im Jahr 2027 jährt sich der Bau der an den Platz angrenzenden Siedlung Barbarossahöhe zum 100. Mal. Der Bauverein feiert im selben Jahr sein 125-jähriges Jubiläum. Kontakte hinsichtlich gemeinsamer Aktivitäten bestehen bereits.


Das Hinweisschild für Paul Poser ist leider seit mindestens Anfang 2025 verschwunden.


Anlässlich des Jubiläumsjahres 2026 wäre eine Wiedererrichtung des Hinweisschildes sehr wünschenswert. Auch eine Wiederherrichtung der Grünfläche (insbesondere das Fehlen der Hecken) wäre notwendig. Die genannten Vereine können hier gegebenenfalls unterstützen.

Wir bitten die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) und das Bezirksamt, in dieser Angelegenheit tätig zu werden.


Über den Kulturausschuss der BVV wurde die Bezirkspolitik bereits sensibilisiert.

 

 
 
 
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