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NEUIGKEITEN

Für Frohnau aktiv.


Nachtrag 24.11.: Untere Denkmalbehörde und Antennenbetreiber befinden sich jetzt im direkten Austausch. Rechtliche Schritte sind eingeleitet.


Nachtrag 3.12.2025: Pressemitteilug des Bezirksamtes



Die neuen Mobilfunkanlagen am Kasinoturm stoßen auf große Kritik in Frohnau.

 

Der Kasinoturm wird schon seit langer Zeit auch für Mobilfunkanlagen genutzt. Schon vor 2010 wurden kleinere Sendeanlagen in der linken oberen Ecke nahe der Brüstung oberhalb der Zifferblätter auf mehreren Seiten des Turms installiert. Etwa ab 2021 wurden zusätzliche Anlagen auch an den rechten oberen Ecken angebracht. Mindestens zu den ersten Maßnahmen gab es nach unseren Informationen Abstimmungen mit der Denkmalschutzbehörde. Das wird im Einzelnen noch geklärt. 

 

Die nun seit dem 19.11.2025 angebrachten Anlagen sind deutlich länger sowie breiter und reichen bis fast zum unteren Ende der Zifferblätter. Am 21.11. wurden die Sendeanlagen noch mit einer zusätzlichen Einhausung versehen, die die einzelnen technischen Anlagen verdeckt, aber die Installation insgesamt noch massiver macht. Insgesamt ist eine deutliche Beeinträchtigung der Ansicht auf das geschützte Denkmal der Architekten Hart und Lesser feststellbar. (Infos den Architekten)

 

Die Untere Denkmalbehörde ist bereits aktiv geworden. Die für solche Baumaßnahmen notwendige Abstimmung zur Erteilung einer offiziellen Genehmigung ist bei den aktuellen Maßnahmen offenbar nicht erfolgt. Auch das Landesdenkmalamt wurde nun einbezogen. Wir versuchen parallel auch noch Informationen von Seiten des Eigentümers zu bekommen. Unklar ist, ob die Eigentümer überhaupt wussten, wie weitgehend die von den Mobilfunkfirmen zuvor angekündigten Modernisierungsarbeiten sind.

 

Der 2024 veröffentlichte Leitfaden des Senats zur Genehmigung von Mobilfunkanlagen in Denkmalen will Konflikten vorbeugen.   Im Merkblatt “Denkmalgerechter Mobilfunkausbau wird betont, dass sowohl die Versorgung mit hochleistungsfähigem Mobilfunk als auch der Schutz von Denkmalen „gleichwertige“ Anliegen sind. Es werden Hinweise zu frühzeitiger Abstimmung und denkmalgerechten Integration gegeben. „Bei der Installation von Mobilfunkinfrastrukturen auf Denkmalen oder in deren unmittelbarer Umgebung ist zu beachten, dass sie zu keiner wesentlichen Beeinträchtigung des Erscheinungsbildes führen darf.“

 

Bedauerlicherweise wurden die vielen guten technischen und verfahrensmäßigen Anregungen zur Integration beider wichtiger Anliegen offensichtlich von den Mobilfunkfirmen nicht beachtet.

 

Das Bezirksamt hat bereits ein offizielles Verfahren zur Anhörung eingeleitet. Welche Lösungen gefunden werden oder es zu Bußgeldern oder Rückbauanordnungen kommt, ist noch nicht absehbar. Wir werden darüber berichten.



 

Der Kasinoturm ist das wichtigste ortsbildprägende Denkmal im Zentrum der Gartenstadt. Wir freuen uns, dass wir in guter Zusammenarbeit mit dem Eigentümer seit Mai 2025 Führungen anbieten können. Mit der vorhandenen historischen Bausubstanz muss behutsam umgegangen werden. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass durch die Kriegszerstörung im April 1945 schon der größte Teil des ehemaligen Kasinokomplexes zerstört wurde.

 

 
 
 

Nachtrag: Das Bezirksamt hat dem Bürgerverein auf unsere Bitte hin den aktuellen Pflanzplan zur Verfügung gestellt und die Veröffentlichung gestattet. Nach Rosen werden jetzt auch Eibenkugeln (Taxus Baccata, keine Ilex mehr, wie ursprünglich geplant) und Ligusterbüsche gepflanzt. (Hinweis: Urheberin ist Frau Katrin Lesser - Garten- und Landschaftsarchitektin)

Die komplette Fertigstellung ist für April 2026 geplant.




lZum Vergleich: Der Plan von Januar 2025:

Seit Herbst 2024 läuft die Sanierung des Zeltinger Platzes. Nach Angaben des Bezirksamtes haben verschiedene Faktoren zu Verzögerungen dieser Arbeiten geführt: u.a. Material- und Personalengpässe, der Sturm und notwendige Absprachen mit dem Landesdenkmalamt.

Im Resultat der Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt (LDA) gibt es Modifikationen gegenüber dem im Januar 2025 in einer Bürgerversammlung vorgestellten Konzept (siehe



So soll es auf der westlichen (geraden) Seite des Platzes links und rechts der Pergola in Richtung Brücke keine neuen Rosenbeete (wo früher die Forsythien waren) mehr geben, weil dies nach Ansicht des LDA nicht der historischen Struktur entsprechen würde. Dafür sollen jetzt zusätzlich auf beiden Seiten der zwei Hauptwege in Richtung Kirche bodendeckende Rosen gepflanzt werden. Die restliche Sanierung erfolgt gemäß dem Ursprungskonzept. Das Setzen der Rosen wird vorbereitet. An der Pergola sind erste Rankrosen zu sehen. Es fehlen noch die geplanten Rankgitter aus Metall. Die Einweihung der Gesamtanlage ist für April/Mai 2026 vorgesehen.


Wir haben den finalen Konzeptplan erbeten und veröffentlichen ihn hier, sobald er vorliegt.


Bewertung:

Der Bürgerverein hatte sich mit zahlreichen Anregungen in die Planung der Sanierung eingebracht. Wir freuen uns vor allem, dass nach der Sanierung der Stelen wieder eine Berankung der Pergola erfolgt, Rosen unterhalb der Terrasse gepflanzt werden und das historische Pflaster mit seinem Muster wiederhergestellt wird.


In Bezug auf die Gesamtanlage hätten wir allerdings eher eine Umsetzung gemäß dem Ursprungskonzept (Stand Januar 2025) bevorzugt. Mit den damals angedachten Rosenbeeten auf der westlichen Seite wäre zumindest eine optische Abschirmung der Rasenflächen zum starken Straßenverkehr nahe der Brücke erfolgt. Die Breite der Bepflanzung mit Rosen am Abhang unterhalb der Terrasse hatten wir schon im Ursprungskonzept eher kritisch gesehen, da dadurch die heute vielfach von Familien genutzte Rasenfläche eingeschränkt wird.


Die nun in Abstimmung mit dem LDA vorgesehene zusätzliche Rosenpflanzung entlang der Hauptwege entspricht zwar der Ursprungsplanung von Ludwig Lesser und wird gestalterisch fraglos eine erhebliche Aufwertung bedeuten. Allerdings erschwert diese Bepflanzung die zukünftige Nutzbarkeit der Platzinnenbereiche. Zumindest wurden mehrere Durchgänge vorgesehen und die Rosenbeete nur auf etwa zwei Dritteln der Wegelänge beschränkt. Festivitäten werden so nur noch sehr eingeschränkt möglich sein. Der Pflegeaufwand ist immens. Hier hätte der Bürgerverein bei Erhalt der denkmalgerechten Grundstrukturen eine Weiterentwicklung gewünscht. Das sähen wir auch im Sinne Ludwig Lessers, der 1927 rückblickend urteilte, dass er in seinen frühen Entwürfen noch zu wenig „Flächen des praktischen Genießens und Tummelns“ einräumen durfte.


Aus unserer Sicht ist noch ein Konzept für weitere Sitzgelegenheiten erforderlich. Das Bezirksamt will das prüfen. Wir werden die laufende Sanierung des Zeltinger Platzes weiter begleiten und hoffen, dass bei der anstehenden Sanierung des Ludolfingerplatzes zukunftsfähige Kompromisse zwischen dringend notwendiger Wiederherstellung der einmaligen Frohnauer Gartendenkmale und zeitgemäßer Nutzbarkeit sowie klimaangepasster Resilienz gefunden werden können.


Nachtrag: 2.12.2025: Mittlerweile ist das Setzen der Taxus Halbkugel (oder eher Kugeln?) weitgehend abgeschlossen und die Pflanzung der Ligusterhecke läuft.


Wie bewerten Sie die Planung?


Wir diskutieren im Verein schon intensiv, welche Folgewirkungen das neue Klimaanpassungsgesetz („BäumePlus-Gesetz“) für Frohnau haben wird. Wie erreicht man eine beschleunigte Nachpflanzung in den Frohnauer Parks und Straßen mit den richtigen, gleichzeitig denkmalgerechten und resilienten Baumarten?

Bringen Sie sich ein!


 

 

 

 
 
 

Die offene Diskussionsrunde war wieder von Mitgliedern und Interessierten gut besucht.


Ein Hauptthema war die Nachpflanzung von Straßen- und Parkbäumen. Immer mehr Lücken tun sich auf! Wie kann sich der Bürgerverein hier noch verstärkt einbringen? Z.B. mit Vorschlägen für prioritäre Standorte einschließlich Hinweisen für resiliente Arten/Sorten auf Basis der historischen Struktur und mit gezieltem Sponsoring (für herausgehobene Einzelstandorte, Umfeldgestaltung, Anwuchspflege). Im Vordergrund muss aber der stete Hinweis auf die Verantwortung von Bezirk und Senat zur Pflege des rechtlich geschützten Denkmals des Frohnauer Straßen- und Grünflächensystems stehen. Die komplexen Wechselwirkungen mit dem neuen Klimaanpassungsgesetz (Baumgesetz) wurden intensiv diskutiert. Eine erste Diskussionsgrundlage wurde schon an den Bezirk übermittelt.


Breiten Raum nahm auch die Frage des Fürstendamms ein: Nach der Sanierung ist die Geschwindigkeit des durchfahrenden Kfz-Verkehrs spürbar gestiegen. Zudem wächst angesichts des sich weiter verdichtenden Umlandes insgesamt die Verkehrsbelastung. Auch mit Lkw. Die Gefährdungslage gerade für Kinder auf dem Schulweg – ob zu Fuß oder mit Fahrrad – nimmt zu. Dies wird durch die teils unübersichtliche Struktur der Straße mit mehreren Verschwenkungen, bewegter Topographie und ungeordneten Parksituationen verschärft. Es wurde verabredet, konkrete Vorschläge zu entwickeln, die zur bessere Einhaltung der geltenden Tempo 30 Beschränkung führen und Gefahrstellen gerade für schwächere Verkehrsteilnehmer entschärfen sollen.


Der nächste Stammtisch wird 18.02.2026 um 19:00 Uhr stattfinden.


Bringen sie sich gerne in aktuelle Projekte ein: Aktuelle Projekte des Bürgervereins | Buergerverein Frohnau






 
 
 
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