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Aufstellung der Gedenktafel für das Zwangsarbeiterlager auf dem Stolper Feld am 7. November 2026

cb
vor 2 Tagen
2 Min. Lesezeit

Mit einer neuen Gedenktafel erinnern der Bürgerverein in der Gartenstadt Frohnau e.V. und der Verein Vielfalt für das Stolper Feld e.V. an das ehemalige Zwangsarbeiterlager auf dem Stolper Feld auf dem Gebiet der Stadt Hohen Neuendorf unmittelbar an der Berliner Landesgrenze. Die Einweihung der Gedenktafel findet am Samstag, dem 7. November 2026, um 11:00 Uhr am Mauerweg (nördlich der Neubrücker Straße, ca. 300 m östlich der Einmündung der Ale mannenstraße neben dem Dirt Park) auf dem Stolper Feld statt. Auf dem Gelände befand sich während der Zeit des Nationalsozialismus ein größerer Lager komplex.


Ab 1942 wurde dort das sogenannte „Wohnlager XX Frohnau“ in Verantwortung der Stadt Berlin betrieben, in dem zeitweise bis zu 1.000 Zwangsarbeiter untergebracht wa ren. Die Menschen stammten zunächst überwiegend aus den von Deutschland besetzten Ländern Westeuropas. Sie mussten Zwangsarbeit in Betrieben, öffentlichen Einrichtungen und Privathaushalten in Berlin sowie in den umliegenden Gemeinden leisten.


Ab 1944 entstand zusätzlich ein Arbeitserziehungslager, in dem insbesondere aus Sicht des NS-Regimes als „widersetzlich“ eingestufte Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene unter er schwerten Bedingungen inhaftiert wurden. Nach der Befreiung des Lagers durch die Rote Armee Ende April 1945 und einer anschlie ßenden kurzzeitigen Nutzung durch französische Streitkräfte geriet die Geschichte des La gers weitgehend in Vergessenheit. Die Gebäude, die später im Grenzgebiet zwischen der DDR und Berlin (West) lagen, wurden weitgehend beseitigt. Erhalten geblieben sind lediglich wenige Mauerreste und historische Wegeführungen auf dem heutigen Stolper Feld.


Die nun errichtete Gedenktafel soll die Erinnerung an das Leid der Opfer bewahren und die historische Bedeutung des Ortes vermitteln. Sie ist Teil eines gemeinsamen Projekts des Bür gervereins in der Gartenstadt Frohnau e.V. und des Vereins Vielfalt für das Stolper Feld e.V. Das Projekt knüpft an frühere Initiativen von Wolfram Sternbeck und Matthias Salchow sowie an Schulprojekte der Evangelischen Schule Frohnau an. Wesentliche Grundlagen für die his torische Aufarbeitung und die Gestaltung der Tafel lieferten die Forschungen von L. Griebel.


Die beteiligten Vereine danken insbesondere Matthias Salchow, dem verstorbenen Wolfram Sternbeck und L. Griebel für ihre Beiträge zur Erforschung des Standorts. Unser Dank gilt au ßerdem den Stadtgütern Berlin, und der Stadt Hohen Neuendorf für ihre Unterstützung. Mit der Gedenktafel entsteht am historischen Ort erstmals ein dauerhaft sichtbares Zeichen der Erinnerung an die Menschen, die auf dem Stolper Feld unter den Bedingungen des nationalsozialistischen Zwangsarbeitssystems leben und arbeiten mussten.

Projektgruppe Erinnerungsort Zwangsarbeiterlager Frohnau / Stolper Feld projektgruppe-zwangsarbeiterlager@buergerverein-frohnau.de




 
 
 

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