Artikel der RAZ zum Frohnauer Wochenmarkt
- cb
- 16. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
In ihrer letzten Ausgabe berichtete die RAZ Reinickendorf über den Wochenmarkt in Frohnau – und zeichnete dabei ein Bild, das viele Frohnauerinnen und Frohnauer teilen: Der Markt befindet sich derzeit leider nicht in einem guten Zustand. LINK
Auch der Bürgerverein wurde hierzu befragt und hat die Bedeutung des Wochenmarktes für unsere Gartenstadt betont. Ein lebendiger Markt könnte das bestehende Angebot rund um Ludolfingerplatz und Zeltinger Platz ideal ergänzen. Er würde nicht nur zur dauerhaften Sicherung des Versorgungsstandortes beitragen, sondern auch die Bindung der Menschen an den Ortskern stärken und zusätzliche Besucher anziehen.
Derzeit wird dieses Potenzial jedoch nicht ausgeschöpft. Zwar gibt es einzelne interessante Stände, doch es fehlt an der notwendigen Vielfalt und an einer kritischen Größe, um ein breites Publikumsinteresse zu wecken. Dass auch ein kleinerer Marktbereich attraktiv gestaltet werden kann, zeigt ein Blick in den benachbarten Ortsteil Hermsdorf.
Für Frohnau sehen wir insbesondere Chancen in einer gestalterischen Aufwertung des bestehenden Marktbereichs. Die Eingänge – sowohl von der Brücke als auch von der Burgfrauenstraße – könnten deutlich einladender gestaltet werden. Der Markt würde dadurch stärker ins Blickfeld rücken, denn aktuell nehmen ihn viele Frohnauerinnen und Frohnauer kaum wahr. Vor allem brauchen die Standbetreiber Planungssicherheit und attraktive Pachtbedingungen. Und der Markt müsste wieder ein erkennbares Profil entwickeln.
Dabei ist das Interesse an regionalen und hochwertigen Lebensmitteln in der Bevölkerung ungebrochen. In den örtlichen Geschäften zeigt sich dies bereits deutlich im wachsenden Bio- und Feinkostangebot. Ein Wochenmarkt mit klassischen Ständen, ergänzt durch passende Imbiss- und Caféangebote, könnte diese Nachfrage aufgreifen und das bestehende gastronomische Angebot sinnvoll erweitern.
Die konkreten vertraglichen und organisatorischen Rahmenbedingungen zwischen Bahn, Pächter und Standbetreibern sind uns nicht bekannt. Daher können wir nicht beurteilen, an welcher Stelle hier konkret angesetzt werden müsste. Klar ist jedoch: Eine Stabilisierung des Marktes muss zeitnah erfolgen. Dazu gehören auch faire Preis- und Vertragsstrukturen, die insbesondere für lokale Händler tragfähig sind.
Ein alternativer Standort erscheint derzeit kaum realistisch. Weder der Kirchplatz noch die Innenbereiche der zentralen Plätze eignen sich für einen regelmäßigen Wochenmarktbetrieb. Auch frühere Planungen auf der westlichen Seite der Bahn lassen sich heute nicht mehr umsetzen. Umso wichtiger ist es, den bestehenden Standort gezielt aufzuwerten.
Viele Frohnauer erinnern sich noch gut daran, wie lebendig der Markt früher war: Zahlreiche Stände, ein reges Treiben und enge Gänge, in denen man nicht nur seine Einkäufe erledigte, sondern auch ins Gespräch kam. Mit der Verkleinerung der Fläche Anfang der 1980er Jahre ging diese Atmosphäre immer mehr verloren.
Unser Ziel sollte es sein, an diese Tradition anzuknüpfen und den Wochenmarkt wieder zu einem lebendigen Treffpunkt im Herzen Frohnaus zu machen.





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