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NEUIGKEITEN

Für Frohnau aktiv.

ABGESAGT: Leider hat sich aus Versehen eine Doppelbelegung des für uns vorgesehenen Standes ergeben, so dass der Bürgerverein kurzfristig den Stand absagen musste. Wir sehen uns ein anderes Mal!


KUNSTHAND-BERLIN veranstaltet 7./08.12.2024, 11-18 Uhr wieder den traditionellen kunsthandwerklichen Weihnachtsmarkt in Frohnau.

Der Bürgerverein in der Gartenstadt Frohnau wird am Sonntag 8.12. mit einem Stand vor der Johanneskirche vertreten sein. Wir freuen uns über Besuche und Gespräche über anstehende Aktivitäten für 2025 in den Bereichen Ortsgesichte, Verkehr, Grünflächenpflege und Orteilentwicklung. Neue Flyer und Publikationen sowie zahlreiche historische Karten können liegen am Stand aus.










 
 
 

 

Zur Vorstellung und Diskussion des aktuellen Standes der Sanierungsplanung für die Senheimer Straße in Frohnau lud das Bezirksamt Reinickendorf alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am 3. Dezember 2024 in den historischen BVV-Saal des Rathauses Reinickendorf ein.

Die aus dem Jahr 2017 stammende Planung, die zu umfangreichen Baumfällungen geführt hätte, sorgte seit Anfang 2024 für intensive Debatten und zahlreiche Proteste. Der Bürgerverein hatte sich zusammen mit der neu gegründeten BI-Senheimer Straße intensiv in diese Diskussion eingebracht, um Alternativen zu diesem massiven Eingriff in den wertvollen Alleebaumbestand aufzuzeigen.

Es galt gleichzeitig die Verbesserung der Erschließung des neuen Feuerwehrstandorts zu sichern, eine geordnete Niederschlagsentwässerung zu ermöglichen sowie eine denkmalgerechte Gestaltung zu gewährleisten.

Im September rückte das Bezirksamt schließlich nach zahlreiche Austauschrunden und Aktivitäten vom alten Konzept ab und sagte eine Umplanung mit dem Erhalt der meisten Bäume zu.

Die Ergebnisse dieser Umplanung wurden von Bezirksstadträtin Julia Schrod-Thiel, Amtsleiter Sascha Braun und Fachbereichsleiter Jörg Schneegass a. 3. Dezember präsentiert. Weitgehend folgt diese Neuplanung den Ankündigungen vom September und verwirklicht nun einen deutlich pragmatischeren Ansatz, der in stärkerem Maße den vorhandenen Bestand nutzt. Es entfällt die ursprünglich geplante aufwändige Verschiebung des Straßenquerschnitts nach Osten. Die östliche Reihe der Alleebäume bleibt damit verschont. Lediglich zwei Bäume sind laut neuem Baumgutachten unstrittig nicht mehr erhaltungsfähig. Neun weitere Bäume auf beiden Straßenseiten erscheinen dem Bezirksamt angesichts des heutigen Zustandes im Zusammenwirken mit den zu erwartenden Beeinträchtigungen durch die Baumaßnahmen als so gefährdet, dass es zur Wahrung seiner Verkehrssicherungspflicht eine Fällung vorsieht. Dies blieb die zentrale Frage, die noch zwischen Amt und Bürgerinitiative kontrovers diskutiert wurde.

Die Fahrbahn bleibt 7,5 m breit. In der Mitte wird es zukünftig eine 3,5 m breite Asphaltbahn geben. An den Straßenrändern sind jeweils 2 m breite Streifen mit Kleinpflaster vorgesehen. Der Bürgerverein erhielt die Zusage, dass die Kreuzungsbereiche trotz weitgehender Nutzung des Bestandes der Bürgersteigbefestigung zukünftig barrierefrei ausgestaltet werden, Neupflanzungen nur noch in der historischen Baumart Ahorn erfolgen und ein Zebrastreifen an der Ecke Markgrafenstraße zur Verbesserung der Schulwegesicherheit geprüft wird. Gezielte Erweiterungen der bestehenden Baumscheiben wird es aber nach Angaben des Bezirksamtes nicht geben. Die Lage aller Bordsteine bleibt unverändert. Weiterhin ist beidseitiges Parken möglich.

Es bestand weitgehend Einigkeit, dass nun für die Erreichung der Hauptziele Feuerwehrerschließung, Alleesicherung, Regenwasserversickerung und Denkmalschutz ein tragfähiger Kompromiss gefunden wurde. Die veränderte Planung geht im Januar 2025 an den Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses zur Genehmigung. Wenn alles planmäßig läuft, könnte August 2025 der Baubeginn erfolgen und die Maßnahme im Sommer 2026 abgeschlossen sein. 

Der Bürgerverein begrüßt die Aussage der Bezirksamtsvertreter, dass künftig die Bürgerinnen und Bürger frühzeitiger und intensiver in die Planung von Straßensanierungen einbezogen werden. Nach Ansicht des Bürgervereins ist das dringend notwendig, da es heute bei Straßenbaumaßnahmen nicht mehr lediglich um Erneuerungen von Oberflächen geht, sondern eine Vielzahl von Interessen abzuwägen sind: Fließender und ruhender Verkehr, Bäume und sonstige Grünflächen, Flächenansprüche von Kfz, Rad, Fußgänger und ÖV sowie Anforderungen von Versorgern und Notdiensten, Belange der Barrierefreiheit und in Frohnau in besonderem Maße der Denkmalschutz und die Niederschlagsentwässerung. Hier gilt es etablierte Handlungslogiken des Straßenbaus zu hinterfragen und Kompromisse zu suchen.

Es zeigte sich wieder: Bürgerschaftliches Engagement lohnt sich. Neben dem Einbringen spezifischer Interessen von Anwohnenden wurden auch die Gesamtbelange des Ortsteils in den Blick genommen und öffentliche Planungen um fachlich wichtige Anregungen angereichert.




Link zu Informationen des Bürgervereins zur Senheimer Straße mit Stand September 2024                      

 
 
 

Bericht zur Veranstaltung am 24. Oktober 2024 im Kulturhaus Centre Bagatelle.


Starkregenfälle der letzten Jahre zeigen, dass auch in Frohnau Überflutungsgefahren bestehen: Grundstücke und Gebäude werden immer wieder teils erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Zudem kann bereits die Bewältigung normaler Regenereignisse und die Erfüllung der Vorgaben zur Versickerung auf den Grundstücken eine Herausforderung für Eigentümer sein.


Nach der ersten Veranstaltung im Januar 2024 zum historischen Niederschlagsentwässerungssystem in der Gartenstadt und zur Entwicklung eines Gesamtkonzepts für eine Verbesserung der Regenwasserableitung auf den öffentlichen Flächen, standen am 24. Oktober 2024 Herausforderungen, Pflichten und Maßnahmen auf Privatgrundstücken im Blickpunkt.


Dazu luden Berliner Regenwasseragentur, Berliner Wasserbetriebe, Bezirksamt Reinickendorf, Bürgerverein in der Gartenstadt Frohnau und der Grundbesitzer-Verein der Gartenstadt Berlin-Frohnau zu einer gemeinsamen Veranstaltung in das Centre Bagatelle ein:

Folgende Fragen standen im Vordergrund:

  • Welche Rechte und welche Pflichten habe ich als Grundstückseigentümer?

  • Was regeln Bauplanungs-, Bauordnungs- und Denkmalschutzrecht?

  • Warum darf Regenwasser der Grundstücke nicht auf die Straße geleitet werden?

  • Wie kann Regenwasser auf dem Grundstück versickert werden?

  • Warum ist Regenwasser vor Ort zu bewirtschaften?

  • Warum muss der Schmutzwasserhausanschluss gegen Rückstau geschützt werden?

  • Was ist bei Starkregen auf dem Grundstück zu beachten bzw. zu veranlassen?

Hierzu informierten Frau Susanne Walter, Leiterin des Stadtentwicklungsamtes im Bezirk Reinickendorf, Alexandra Streich und Kay Joswig, Regenwasserexperten der Berliner Wasserbetriebe, Louis Kott und Hanna Meyer von der Berliner Regenwasseragentur und Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Lühr, Bürgerverein in der Gartenstadt Frohnau.

Die Moderation übernahm Carsten Benke, Vorsitzender Bürgerverein in der Gartenstadt Frohnau.

Die Veranstaltung war mit mehr als 70 Teilnehmern erneut sehr gut besucht. Vom Bezirksamt und den BWB wurde darauf hingewiesen, dass Regenwasser, das auf den Grundstücken anfällt, auch dort zu versickern ist. Ableitungen auf die Straße und in die Schmutzwasserkanalisation darf es dauerhaft nicht mehr geben. Der Bürgerverein wies darauf hin, dass es wichtig ist, hier ein schrittweises und verhältnismäßiges Vorgehen zu wählen und dass gleichzeitig auch die Anstrengungen von Bezirksamt und BWB auf den öffentlichen Flächen zu verstärken sind, um die Funktionsfähigkeit des Systems insgesamt wieder sicherzustellen.

Zur Versickerung auf Grundstücken wurden von Regenwasseragentur und Wasserbetrieben zahlreiche Beispiele vorgestellt. Das Bezirksamt erläuterte die rechtlichen Rahmenbedingungen, die u.a. aus Bebauungsplan, Erhaltungsverordnung und Denkmalrecht resultieren. Abschließend wurden konkrete Maßnahmen zum Starkregenschutz für Grundstücke und Gebäude von Prof. Lühr (Bürgerverein) dargestellt, der auch den neuen Flyer des Bürgervereins zur Thematik Überflutungsvorsorge vorstellte.

Im Rahmen der Diskussion gab es einen konstruktiven Austausch über mögliche konkrete Maßnahmen auf den Grundstücken. Regenwasseragentur, Bezirksamt und BWB haben weitere Unterstützung bei Detailfragen angeboten.

Alle Vorträge werden auf dem Webseiten von Bürgerverein und Grundbesitzer-Verein  zur Verfügung gestellt.



 

  1. Carsten Benke (Vorsitzender Bürgerverein in der Gartenstadt Frohnau) Begrüßung und Einführung Link

  2. Susanne Walter (Leiterin Stadtentwicklungsamt im Bezirk Reinickendorf) Leitplanken: Bauplanungs-, Bauordnungs- und Denkmalschutzrecht und Pflichten der Eigentümerinnen und Eigentümer Link

  3. Alexandra Streich (Berliner Wasserbetriebe) Status Quo der Regenentwässerung von Grundstücken Link

  4. Louis Kott und Hanna Meyer (Berliner Regenwasseragentur:)Regenwasser bewirtschaften – Was heißt das in der Praxis? Link

  5. Kay Joswig (Berliner Wasserbetriebe) und Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Lühr (Bürgerverein in der Gartenstadt Frohnau) Umgang mit Starkregen Link







 
 
 
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